Mehrere Brände im Kreis Karlsruhe haben die Feuerwehren am Wochenende auf Trab gehalten. Unter anderem in Stutensee und Weingarten mussten die Einsatzkräfte ausrücken. Für die Feuerwehrleute sind Löscheinsätze in der Sommerhitze zwar keine Seltenheit, aber trotzdem eine große Belastung. Deshalb wurden im Kreis Karlsruhe schon seit Jahren Vorbereitungen getroffen.
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Feuerwehren im Einsatz: Mit besserer Ausrüstung gegen Waldbrände
Die Wald- und Flächenbrände haben in den letzten Jahren zugenommen, bestätigt der stellvertretende Kreisbrandmeister für den Kreis Karlsruhe Dominik Wolf. Die aktuelle Lage sei zwar angespannt, die Feuerwehren im Kreis seien deshalb aber noch nicht überlastet, so Wolf weiter. Trotzdem sei jeder Einsatz eine große Belastung, auch wegen der Hitze.
Um gerade für die hohen Temperaturen besser gewappnet zu sein, wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr in den vergangenen Jahren unter anderem mit neuer Kleidung ausgestattet. Früher mussten sie bei Einsätzen auf Feldern oder im Wald trotzdem die schwere Schutzkleidung für Hausbrände tragen, erklärt Gregor Peters, Leiter der Feuerwehr Stutensee. Mittlerweile gibt es für solche Einsätze aber leichtere Schutzkleidung.
Wald- und Flächenbrände - Mobilität beim Löschen wichtig
Peters und seine Kollegen sind am Wochenende erst wieder ausgerückt. Auf einem Feld bei Stutensee (Kreis Karlsruhe) war ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen drohten, auf ein angrenzendes Alten- und Pflegeheim überzugreifen. Genau das ist bei solchen Wald- und Flächenbränden auch die größte Herausforderung, bestätigt Dominik Wolf.
Wald- und Flächenbrände können sich viel schneller ausbreiten.
"Wald- und Flächenbrände können sich viel schneller ausbreiten", so Wolf. Durch den Wind seien solche Brände sehr "mobil". Dementsprechend agil müssen daher auch die Feuerwehrleute bei ihren Löscharbeiten sein. Laut Wolf wurden dafür Löschfahrzeuge mit extra großen Wassertanks angeschafft. Außerdem gibt es mit Wasser befüllbare Rucksäcke, mit denen Glutnester präzise gelöscht werden können.
Neues Konzept zur schnellen Brandbekämpfung
Mindestens ebenso wichtig wie die richtige Ausstattung sei es aber, das Material effizient an den jeweiligen Einsatzort zu bekommen. Die neue Ausrüstung sei über die Feuerwehren im Kreis Karlsruhe verteilt, so der stellvertretende Kreisbrandmeister. Damit im Ernstfall alles Nötige schnellstmöglich bei einem Feuer ist, soll es bald ein neues Konzept geben.
Je nach Anwendungsfall, habe man Ausrüstung und Einsatzfahrzeuge zu unterschiedlichen "Waldbrandzügen" gebündelt. Wird bei einem Brand dann zum Beispiel mehr Wasser benötigt, sollen dadurch in Zukunft mit einem Kommando alle dafür nötigen Fahrzeuge in Bewegung gesetzt werden.
Damit könne man nicht nur schneller die nötige Unterstützung zum Einsatzort bringen, sondern auch verhindern, dass aus einzelnen Regionen zu viele Einsatzkräfte und Ausrüstung abgezogen werden, so Wolf. Das neue Konzept soll schon bald zum Einsatz kommen.
Wald- und Flächenbrände als Teil der Ausbildung
Auch in der Ausbildung gewinnen Wald- und Flächenbrände laut Wolf immer mehr an Bedeutung. Löschtaktiken, der richtige Umgang mit der für solche Einsätze wichtigen Ausrüstung, all das werde in der Ausbildung verstärkt trainiert. Dank all dieser Maßnahmen habe man die bisherigen Wald- und Flächenbrände gut bewältigen können, so Wolf.
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Klar sei aber auch, durch den Klimawandel und die dadurch zunehmende Hitze und Trockenheit, werden solche Brände in Zukunft vermutlich nicht weniger. Deshalb sei es umso wichtiger, auch die Aufmerksamkeit in der Bevölkerung für Wald- und Flächenbrände zu schärfen, erklärt der Leiter der Feuerwehr Stutensee Gregor Peters.
"Uns ist schon damit geholfen, wenn die Leute ihren gesunden Menschenverstand benutzen. Keine brennenden Gegenstände wegwerfen. Sich wirklich überlegen, ob das Grillfeuer jetzt sein muss. Jeder Einsatz, den wir verhindern, hilft den Feuerwehren und ihrer Belastung", so Peters.