Geplant war, dass die Erstaufnahmeeinrichtung für bis zu 500 Geflüchtete fünf Jahre lang auf dem Gelände der Alten Landesfeuerwehrschule in Bruchsal betrieben wird. Das wird nun doch nicht passieren.
Justiz- und Finanzministerium: Gesamtbaukosten sind zu hoch
Das Justiz- und das Finanzministerium haben gemeinsam beschlossen, die Planungen für die Erstaufnahmeeinrichtung in Bruchsal einzustellen. Die Gesamtbaukosten für Auf- und Abbau innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren seien zu hoch, teilten die Ministerien mit. Außerdem seien an anderen Orten dauerhafte Einrichtungen geplant.
Das hatten wir zuvor über die Pläne der Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Gelände der Alten Landesfeuerwehrschule in Bruchsal berichtet:
Gemeinderat stimmt Vereinbarung mit Land zu Pläne zur Flüchtlingsunterkunft in Bruchsal konkretisieren sich
Der Gemeinderat Bruchsal hat dem Vertrag zur geplanten Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge mit klarer Mehrheit zugestimmt. Der Vertrag schreibt fest, dass die Flüchtlingsunterkunft nur fünf Jahre betrieben werden soll.
Oberbürgermeisterin von Bruchsal zeigt sich erfreut über die Entscheidung
Die Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Grüne) nennt die Entscheidung "eine wirklich außergewöhnlich gute Nachricht für Bruchsal." Man habe mehrfach betont, dass der Standort ungeeignet sei, so die Oberbürgermeisterin weiter. Das Grundstück solle jetzt wie ursprünglich vorgesehen für den Wohnungsbau genutzt werden.
Schlussendlich haben wir uns darauf konzentriert, Lösungen zu finden, um in den Besitz des Grundstückes zu kommen und damit die von uns schon lange angestrebte Wohnbebauung auf dem Areal zu realisieren.
Über die zukünftige Nutzung des Geländes der Alten Landesfeuerwehrschule müssen sich Stadt und Land nun abstimmen.
Bedarf für Erstaufnahmeeinrichtungen bleibt hoch
Der Bedarf für Unterbringungsplätze für Geflüchtete in Baden-Württemberg bestehe weiterhin fort. Besonders langfristige Unterkünfte werden benötigt, so das Justiz- und Finanzministerium.