Ein Unbekannter hatte Verkäufer in mehreren Geschäften in Gaggenau und Gernsbach (beides Landkreis Rastatt) bloßgestellt, sie dabei gefilmt und die Videos ins Internet gestellt. Es handelt sich um sogenannte "Prank"-Videos (englisch für "Streich"). Jetzt hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt.
Prank-Videos in Gaggenau: Verdächtiger verweigert Aussage
Wie jetzt bekannt wurde, durchsuchte die Polizei bereits am Dienstag die Wohnung des 21-jährigen Tatverdächtigen. Dabei konnten die Beamten nach eigener Aussage umfangreiches Beweismaterial sicherstellen, das jetzt ausgewertet werden soll.
Der 21-Jährige macht laut Polizei von seinem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern. Ihn erwartet ein Verfahren wegen insgesamt 14 ähnlicher Verstöße gegen das Kunsturhebergesetz bzw. wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte.
Verbotene Social-Media-Videos im März aufgenommen
Anfang März soll der Mann Videos in mehreren Geschäften in Gaggenau und Gernsbach aufgenommen und Angestellte bloßgestellt haben. Unter anderem habe er sich als Paketbote verkleidet, so die Polizei. Ein Paket soll er über die Theke in Richtung der Angestellten geschleudert haben. Er habe ihre Reaktion gefilmt und auf seinem Social-Media-Profil veröffentlicht, hieß es von der Polizei.
Eine weitere Verkäuferin soll er bloßgestellt haben, indem er mit einer absurd großen Kreditkarte bezahlen wollte und die Reaktion der Verkäuferin gefilmt habe. Eines der Opfer erstattete Anzeige.