Die auf der Baustelle für das neue Kombibad entdeckte Weltkriegsbombe in Rastatt ist erfolgreich entschärft worden. Rund 3.000 Menschen mussten während der Maßnahmen ihre Wohnungen verlassen.
Bombe auf Kombibad-Baustelle in Rastatt erfolgreich entschärft
Um kurz vor 12 Uhr kam die Entwarnung durch die Stadt: Die Fliegerbombe ist erfolgreich entschärft! Die Polizei gab kurz darauf das Sperrgebiet wieder frei. Anwohner konnten zurück in ihre Wohnungen und Häuser.
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Mathias Peterle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, Oberbürgermeisterin Monika Müller, Bürgermeister Lutz Kirchner. SWR -
So sieht der Zünder der entschärften Weltkriegsbombe aus. SWR -
Evakuierte Menschen verlassen die BadnerHalle. Sie dürfen zurück in ihre Wohnungen. SWR
Am Bombenfundort auf der Baustelle gab es am Mittag viele erleichterte Gesichter. Kampfmittelbeseitiger Mathias Peterle und seine Kollegen waren zufrieden mit dem Verlauf der Entschärfung.
Evakuierung in Rastatt lief nach Plan
Die Evakuierungsmaßnahmen in Rastatt waren um kurz vor 11 Uhr abgeschlossen. Es hatte laut Stadt keine Auffälligkeiten gegeben.
Mein besonderer Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdiensten, dem Technischen Hilfswerk, dem Kampfmittelbeseitigungsdienst und unseren städtischen Mitarbeitern – sie alle haben großartige Arbeit geleistet.
Der Bahnverkehr entlang der viel genutzten Rheintalbahn war zwischen den Bahnhöfen Karlsruhe und Baden-Baden für Regional- und Fernzüge zeitweise gesperrt, genauso wie der Luftraum für den Zeitraum der Entschärfung.
Rastatt: Feuerwehr und Polizei überprüften Sperrgebiet vor Entschärfung
Rund 3.000 Menschen mussten am Sonntagmorgen die Sperrzone 500 Meter rund um den Fundort bis um 8:30 Uhr verlassen. Bis kurz vor 11 Uhr überprüften die Behörden, ob sich noch Menschen im Gefahrengebiet aufhielten.
Die Evakuierung hatte die Sonntagspläne einiger Rastatterinnen und Rastatter durcheinander gebracht:
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Lucas Hangen muss eine Lösung für Hund und Katze für den Evakuierungszeitraum finden. SWR -
Michelle Wende und Anna Lena Fricke sind mit ihren 11 Katzen vorübergehend in der BadnerHalle untergekommen. SWR -
Franjo Stefan musste seine Reisepläne zum Frankfurter Flughafen anpassen SWR
Viele Anwohner nahmen die Maßnahmen allerdings ziemlich gelassen hin.
Wer nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnte, konnte sich in der BadnerHalle aufhalten, bis die Sperrung wieder aufgehoben wurde. Dort hielten sich am Vormittag etwa 100 Menschen auf.
Kampfmittelbeseitiger: Fliegerbombe muss nicht gesprengt werden
Am Samstag hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst laut Stadt Rastatt das Erdreich um den Sprengkörper abgetragen und die etwa 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe begutachtet. Da bei der Untersuchung keine Beschädigungen festgestellt wurden, könne eine Sprengung zum aktuellen Zeitpunkt ausgeschlossen werden, hieß es weiter. Rastatts Oberbürgermeistern Monika Müller (SPD) hatte die Bevölkerung aufgerufen, sich an die zeitlichen Abläufe zu halten:
THW Rastatt hat Schutzwall errichtet
Bereits am Freitag hatten Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) einen Schutzwall als Vorsichtsmaßnahme auf der Baustelle rund um die Weltkriegsbombe errichtet. Der ringförmige, zweieinhalb Meter hohe Splitterschutzwall soll im Fall einer kontrollierten Sprengung Splitter abfangen und den Druck dämpfen würde. Ohne Wall hätte der Evakuierungsradius verdoppelt werden müssen, von 500 auf 1.000 Meter.