Dermatologin soll mit Abrechnungen betrogen haben

Über drei Jahre nach ihrem Untertauchen: Hautärztin aus Pforzheim plädiert auf nicht schuldig

Eine zwischenzeitlich untergetauchte Ärztin aus Pforzheim muss sich vor Gericht verantworten. Der Frau wird Betrug mit Abrechnungen vorgeworfen. Sie plädiert auf nicht schuldig.

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Von Autor/in Peter Lauber, Laura Bisch

Vor gut drei Jahren hatte sie für Schlagzeilen gesorgt, als sie von einen Tag auf den anderen spurlos verschwand. Von diesem Montag an muss sich eine Hautärztin aus Pforzheim vor dem Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf: In sieben Fällen soll die Hautärztin falsche Honorarabrechnungen erstellt haben, so die Staatsanwaltschaft in Pforzheim. Der Schaden liege bei rund 6.200 Euro.

Medizinerin ließ Patienten zurück

Die Hautärztin plädierte am ersten Prozesstag auf nicht schuldig. Die Medizinerin war Ende 2021 plötzlich aus Pforzheim verschwunden - ihre Patienten standen vor verschlossener Tür. Ihr mysteriöses Abtauchen sorgte damals für Schlagzeilen und Spekulationen in der Stadt. Später teilte die Medizinerin in Interviews mit Zeitungen mit, sie kuriere in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Covid-Erkrankung aus. Kurz danach begannen die Betrugsermittlungen.

Vor Gericht wird ihr nun Betrug mit Abrechnungen vorgeworfen. Zum ersten Verhandlungstag erschien die Angeklagte, die mittlerweile zumindest zeitweise im Golfstaat Katar zu leben scheint. Auf der Internetseite einer Klinik in der Hauptstadt Doha ist die Dermatologin als Mitarbeiterin aufgeführt.

Prozess beschränkt sich laut Anklage auf "eindeutig nachweisbare" Fälle

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte die Ärztin angezeigt. Sie nannte ursprünglich einen Schaden in Höhe von einer Dreiviertelmillion Euro. Man habe jedoch nur Betrugsfälle aufgelistet, die eindeutig nachweisbar seien, so die Staatsanwaltschaft. In den meisten angezeigten Fälle habe die Dermatologin tatsächlich Leistungen erbracht. Für den Prozess hat das Amtsgericht Pforzheim sieben Verhandlungstage angesetzt. Mehr als 50 Zeugen sind geladen.

Zwei Tage nach Verhandlungsbeginn wurde der Prozess überraschend beendet:

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