Am Beachvolleyballfeld ist einiges los. Zwei Mannschaften spielen schon, vier weitere stehen bereit für die nächsten Runden. Der 15-jährige Samuel ist startklar für den Aufschlag. Er ist schon zum dritten Mal beim ProCamp dabei. "Das ist die beste Zeit des Jahres", erzählt er. Hier sei für jeden was dabei, egal ob Volleyball, Fußball oder der Gebetsabend.
Am meisten freut er sich auf den Blaulichtabend - auch wenn er nicht genau weiß, was ihn da erwartet. Sein Bruder ist ehrenamtlicher Mitarbeiter auf dem Zeltlager. "Für ihn musste ich eine Sturmhaube mitbringen", das kann nur cool werden, findet er.
Sulz am Eck: Ehrenamt hält XXL-Zeltlager am Laufen
Neben den 380 Jugendlichen sind rund 140 ehrenamtliche Helfer dabei. "Ohne die Ehrenamtlichen würde hier nichts laufen", erklärt Camp-Leiter David Höfer. Er ist der Einzige, der als Hauptamtlicher Geld für das Feriencamp bekommt. Die Freiwilligen wären nicht nur für den Aufbau des Zeltlagers zuständig, sondern auch für die jugendlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer verantwortlich.
So wie Judith Rinklin, die am Beachvolleyballfeld nach dem Rechten schaut. Sie ist sogenannte "Zeltmama" im Zelt "Margot" und schläft mit acht Teenager-Mädels in einem Zelt. Wobei von Schlafen nicht die Rede sein kann. "Schlaf bekommt man nicht wirklich viel", erzählt sie. Warum sie trotzdem dabei ist? "Wenn man abends zur Ruhe kommt, kann man auch tiefere Gespräche mit den Teens führen. Da wächst man zusammen." Dann muss sie weiter ins Essenszelt. Hier hilft sie bei der Ausgabe - gleich gibt es Mittagessen.
Spannender als Handy: Auf dem XXL-Zeltlager ist immer was los
Catharine und Line sind zum Anfeuern ans Beachvolleyballfeld gekommen. Bei jedem Punkt jubeln sie laut - für beide Mannschaften. "Wir entscheiden uns erst für eine Mannschaft, wenn wir wissen, wer gewinnt", kichern die beiden. Sie finden es toll, dass auf dem Zeltlager immer was los ist.
Das ist die Taktik von Campleiter David Höfer, der immer mit Klemmbrett unterwegs ist. "Wir versuchen das Programm so spannend zu machen, dass das Handy uninteressant wird", erzählt er. Dann bräuchte man auch keine Verbote. Dass es auf dem Zeltplatz kaum Steckdosen gibt, sei auch ein Vorteil.
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Auf den "Blaulichtabend" haben sich viele im ProCamp gefreut SWR -
Lagerfeuer gehört zu jedem Zeltlager einfach dazu. SWR -
Acht Tage und Nächte lang leben die Jugendlichen zusammen mit Betreuerinnen und Betreuern im Zelt. SWR
Beachvolleyball ist beliebt auf dem XXL-Zeltlager im Kreis Calw
Acht Tage Spiel, Spaß und Glaube - das gibt es jedes Jahr im Sulz am Eck beim ProCamp, liest man auf ihrer Internetseite. Schon seit 30 Jahren finde die Zeltfreizeit vom Südwestdeutschen Jugendverband "Entschieden für Christus" statt. Bis zu 500 Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren zelteten dabei auf dem Freizeitgelände Braunjörgen in Sulz am Eck, erzählt der Campleiter.
Um halb eins erklingt plötzlich Musik. Als sich der Beachvolleyplatz leert wird klar: Sie ruft zum Mittagessen. Nach einem kurzen Gebet gibt's Putenschnitzel mit Spätzle und Karottensalat. So können die Jugendlichen gestärkt in den Nachmittag starten, für die nächste Runde Beachvolleyball.