Platz für 2.000 Müll-Fässer

Altlasten des KIT in Karlsruhe: Neues Zwischenlager für Atommüll in Betrieb

Auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie ist ein Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Betrieb gegangen. In dem Gebäude wird Atommüll aus dem Rückbau von Anlagen gelagert.

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Von Autor/in Mathias Zurawski

Auf dem Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ist eine hochmoderne Lagerstätte für mittelradioaktive Abfälle in Betrieb genommen worden. In dem Lager auf dem Gelände in Eggenstein-Leopoldshafen (Landkreis Karlsruhe) wird Atommüll aus dem Betrieb und dem Rückbau von Anlagen des KIT untergebracht.

2.000 zusätzliche Atommüllfässer auf dem Campus Nord

In dem neuen Gebäude können bis zu 2.000 Fässer mit mittelradioaktivem Atommüll gelagert werden. Nach Angaben der für den Betrieb verantwortlichen Gesellschaft für Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe (KTE) wird der Müll hier in verschiedenen Schritten endlagerfähig gemacht. Die Handhabung der Fässer erfolge fernbedient von einem zentralen Raum aus, so die KTE, ohne dass das Personal in direkten Kontakt mit den Abfällen kommt.

Das neue Lagergebäude für mittelradioaktiven Atommüll auf dem Campus Nord des KIT
Das neue Lagergebäude für mittelradioaktiven Atommüll auf dem Campus Nord des KIT Pressestelle KTE Wolfgang Metzger

Eine fachgerechte Verarbeitung der radioaktiven Reststoffe und die sichere Zwischenlagerung [...] ist Grundvoraussetzung für einen gelingenden Rückbau.

Mit dem neuen Lager habe man die räumlichen Kapazitäten für den weiteren Rückbau von Anlagen auf dem Gelände des KIT Campus Nord geschaffen. Die Arbeiten könnten nun sicher fortgesetzt werden. Auf dem Gelände nördlich von Karlsruhe lief Anfang der 1960er-Jahre einer der ersten Forschungsreaktoren Deutschlands.

Atommüll des KIT aus Karlsruhe wartet auf Endlagerung

Der Bau des neuen Lagergebäudes für mittelradioaktive Abfälle dauerte insgesamt acht Jahre. Die Arbeiten wurde laut Betreibergesellschaft nach höchstem Stand von Wissenschaft und Technik zum Schutz von Mensch und Umwelt durchgeführt. Wände und Decken aus bis zu 1,80 Meter dickem Stahlbeton trügen der Möglichkeit von Erbeben oder Flugzeugabstürzen Rechnung.

Neben dem neuen Zwischenlager gibt es bereits vier Lager für radioaktive Abfälle auf dem Gelände des KIT. Zusammen haben sie ein Volumen von fast 100.000 Kubikmetern.

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