Landesbank stemmt sich gegen Krise

LBBW mit zweitbestem Ergebnis der Konzerngeschichte - Irankrieg belastet auch BW

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat im vergangenen Jahr das zweithöchste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet - trotz andauernder internationaler Krisen.

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Stand

Der Gewinn vor Steuern der Baden-Württembergischen Landesbank (LBBW) stieg 2025 um vier Prozent auf rund 1,3 Milliarden Euro. Angesichts der globalen Unsicherheiten wie dem Krieg im Iran rechnet die Bank in diesem Jahr allerdings mit einem Dämpfer beim Gewinn.

Bei allen Herausforderungen war 2025 ein erfolgreiches Jahr für die LBBW und lag über unseren Erwartungen.

Wer profitiert und was die Bank für 2026 erwartet

Trotz schwieriger Wirtschaftslage und hoher Kosten hat die LBBW vergangenes Jahr mehr Gewinn gemacht. Der Vorsteuergewinn wuchs 2025 um vier Prozent auf 1,28 Milliarden Euro, wie das Institut in Stuttgart mitteilte. Das sei das zweitbeste Ergebnis der Konzerngeschichte. Alle Bereiche trugen mit dreistelligen Millionenbeiträgen zu dem Überschuss bei. Unter dem Strich blieben davon 942 Millionen Euro übrig (2024: 864 Millionen Euro; plus 9 Prozent).

Vorstandschef Rainer Neske teilte mit: "Bei allen Herausforderungen war 2025 ein erfolgreiches Jahr für die LBBW und lag über unseren Erwartungen." Das Ergebnis sei Ausdruck finanzieller Stabilität und Widerstandsfähigkeit. Beim Blick auf das laufende Jahr gab sich Neske vorsichtig. Man peile ein operatives Ergebnis von mehr als 1,1 Milliarden Euro an - also etwas weniger als 2025. Angesichts der vielen Herausforderungen trete man aber nicht auf die Bremse, sondern gehe mit einer gesunden Portion Mut in dieses Jahr.

Weniger Vorsorge für faule Kredite

Die größte deutsche Landesbank ist nach wie vor auf die schwierige Lage der Wirtschaft und die steigenden Insolvenzzahlen eingestellt. Die Risikovorsorge konnte aber etwas zurückgefahren werden. Sie lag 2025 bei 332 Millionen Euro - und damit unter dem Vorjahreswert von 360 Millionen Euro. Entgegen den Befürchtungen habe man im Geschäft mit Unternehmen eine sehr niedrige Risikovorsorge verbuchen können, sagte Finanzchefin Stefanie Münz.

Für Kreditausfälle im Segment Immobilien und Infrastrukturfinanzierung musste demnach aber mehr Geld zurückgelegt werden. Der Anteil leistungsgestörter Kredite hat sich im Jahresvergleich fast verdoppelt - von 0,6 auf das "moderaten Niveau" von 1,0 Prozent. Damit sind Darlehen gemeint, bei denen der Schuldner mit der Erfüllung seiner Pflichten bereits in Verzug geraten ist.

Wir können keine Prognose geben auf die Risikovorsorge.

Vorsichtig war der Bankchef bei der Frage, wie sich die Lage im laufenden Jahr entwickeln wird. "Wir können keine Prognose geben auf die Risikovorsorge", das sei in einem unstetigen Umfeld nicht wirklich projizierbar, sagte Neske. Durch die anhaltende Rezession und enorm steigende Kosten werde die Luft bei dem ein oder anderen Industrieunternehmen und Mittelständlern dünner. Nur weil es 2025 besser gelaufen sei als erwartet, könne man nicht davon ausgehen, dass das so bleibe. Deswegen sei man zurückhaltend.

LBBW schlägt Millionenausschüttung vor

Die Erträge - also alle Einnahmen des Instituts - lagen 2025 bei 4,25 Milliarden Euro. Das waren sechs Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Treiber waren unter anderem Erträge aus dem Wertpapierhandel und der Vermögensverwaltung. Man habe die richtigen Produkte, sagte Neske. Dem standen Kosten von 2,64 Milliarden Euro gegenüber. Das Plus von gut 200 Millionen Euro geht vor allem auf die Integration der Berlin Hyp, höhere Gehälter und IT-Investitionen zurück. Die Bilanzsumme zum Jahresende sank leicht auf gut 347 Milliarden Euro. Die Landesbank gehört dem Sparkassenverband im Südwesten, dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart. Sie sollen ebenfalls von der Geschäftsentwicklung profitieren: Die LBBW will eine Ausschüttung von 350 Millionen Euro für die Anteilseigner vorgeschlagen.

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