Im See beim Freilandmuseum Gottersdorf in Walldürn kommt es aktuell zu einem massiven Fischsterben. Nach Informationen von Rettungsdiensten und Stadt haben Einsatzkräfte bereits bis zu zwei Meter lange Welse tot aus dem Wasser gezogen. Die Ursache könnte laut Feuerwehr ein zu geringer Sauerstoffgehalt im Wasser sein. Warum, ist unklar und soll untersucht werden, hieß es. Wie viele Fische in dem See verendet sind, ist nicht bekannt.
Hat Hitze zu Sauerstoffmangel in Gottersdorfer See geführt?
Ein Feuerwehrsprecher vermutete gegenüber dem SWR, dass sich der See eventuell in der Hitzewelle vor einiger Zeit zu stark aufgeheizt haben könnte. Je heißer der See werde, desto geringer sei der Sauerstoffgehalt. Dazu komme, dass der See kaum Kaltwasserzonen habe, weil er nicht tiefer als etwa 1,20 Meter sei.
Fischsterben: Belüftung des Sees mit großen Pumpen
Sofortmaßnahmen der Feuerwehr und des THW (Technisches Hilfswerk) liefen bereits, hieß es am Dienstagnachmittag. Dazu gehört zum Beispiel die Belüftung des Sees mit großen Pumpen. Mit den Pumpen saugen Spezialisten zunächst Seewasser ab. Dann spritzen sie es - angereichert mit Sauerstoff - wieder in den See zurück. Bis Dienstagabend, 22 Uhr, sollten alle Leitungen gelegt sein. Die Belüftung des Gottersdorfer Sees mit Sauerstoff soll laut Stadt mehrere Tage dauern. Außerdem entnehmen Experten Wasserproben und werten sie aus. Die Straße rund um den See ist während der Arbeiten gesperrt.
Unser Ziel ist es, die aktuellen Werte zu stabilisieren. Wir beobachten die Situation laufend und passen das Vorgehen bei Bedarf an.
Die Stadt weist darauf hin, dass der Gottersdorfer See kein Badegewässer ist. Die Entnahme von Wasser sowie das Baden – auch von Hunden – sei verboten, so die Stadt. Der See grenzt an das Gottersdorfer Freilandmuseum.