Mittlerweile ist der Brand auf der Friesenheimer Insel in Mannheim komplett gelöscht. Am Sonntag war dort ein Feld in Brand geraten. Aber es sind nach wie vor Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrleute vor Ort. Sie sollen verhindern, dass durch den Wind das Feuer wieder ausbricht.
Feuer in Mannheim: Verkohlte Bäume, verbrannte Sträucher
Wer auf der Friesenheimer Insel mit dem Auto oder Fahrrad von der Diffenéstraße in die Max-Planck-Straße einbiegt, sieht und riecht es sofort: Verbrannte Sträucher, angekokelte Bäume, schwarzes Gras. Insgesamt etwa 30 Hektar Fläche sind verbrannt, so die Feuerwehr - allerdings nicht an einem Stück. Das Feuer ist teils über die Straße "gesprungen" und über Schienen hinweggefegt. Es hat Felder versengt und stellenweise nichts als Asche hinterlassen. Zwischen abgebrannten Bereichen finden sich auch immer wieder komplett grüne Stellen, die vom Feuer unberührt blieben.
Der Wind hat die Glut und brennende Aststücke weitergetragen. So kommt es auch, dass mitten auf der Diffenéstraße ein Stück Grünstreifen verbrannt ist und drumherum ist alles andere noch grün.
Glutnester in Baumstümpfen oder Holzstücken
Mittlerweile ist das Feuer zwar komplett gelöscht, aber die Feuerwehr ist - auch 48 Stunden später - noch vor Ort, um nach Glutnestern zu suchen. Diese können sich zum Beispiel in einem Baumstumpf oder in der Erde verbergen, erklärte ein Feuerwehrsprecher. Bereits ein bisschen Wind sei ausreichend, um alles erneut in Brand zu setzen.
Die Feuerwehr hat mit einer Drohne am Dienstag alle verbrannten Bereiche abgeflogen und die heißesten Stellen lokalisiert. Dann wurden diese abgelöscht. Außerdem fahren und laufen die Feuerwehrleute weiterhin die verbrannten Stellen ab. Sie müssen jeden Holzbrocken und jeden Ast umdrehen und nachsehen, ob sich dort noch ein Glutnest versteckt, so ein Feuerwehrsprecher. "Das ist echte Handarbeit".
Feuer-Kontrollfahrten in der Nacht geplant
Am Dienstagabend um 20 Uhr sei dann erst einmal Pause für die Kräfte der Feuerwehr. Ab dann werde man alle zwei Stunden Kontollfahrten mit Wärmebildkameras durchführen - bis Mittwochmorgen um acht Uhr. Dann geht die Suche zu Fuß wieder weiter. Wie lange das alles noch dauern wird, ist nicht absehbar, so ein Feuerwehrsprecher. Aber das alles sei nach einem Flächenbrand völlig normal und nichts Ungewöhnliches. Wie es zu dem Brand kam, ist weiterhin unklar. Menschen wurden nicht verletzt.