Digitales Bezahlen in der Stadt

Bitcoin im Höhenflug: Wie Mannheim Kryptohauptstadt Deutschlands werden will

Mannheim will Kryptohauptstadt werden: Die Initiative "Krypostadt" arbeitet mit Handel, Kultur und Gastronomie zusammen. Ziel: bis 2025 komplett mit Kryptowährungen zahlen zu können.

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Von Autor/in Phylicia Whitney

Seit der Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im November erlebt die Kryptowährung Bitcoin einen regelrechten Boom. Diesen Trend möchte die Mannheimer Initiative "Kryptostadt" nutzen, um die Stadt zur Kryptohauptstadt Deutschlands zu machen.

Mit Bitcoin, Nimiq oder Tether zahlen

Unter der Leitung von Max Burger arbeitet das Projekt "Kryptostadt" derzeit mit rund 30 Partnern zusammen - darunter Einzelhändler, Gastronomen und Kulturschaffende. Bis 2025 soll die Zahl auf 250 Partner wachsen, sodass in der gesamten Stadt mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Nimiq oder Tether bezahlt werden kann. Ziel sei es, Mannheim zu einem attraktiven Standort für junge, digitalaffine Zielgruppen zu machen und gleichzeitig den lokalen Handel sowie die Gastronomie zu stärken.

Wir möchten den Menschen den Einstieg in die Kryptowelt erleichtern und gleichzeitig zeigen, welche Vorteile digitale Währungen bieten.

Max Burger leitet das Projekt "Kryptostadt"
Max Burger leitet das Projekt "Kryptostadt"

Kultur und Kryptowährung: Eine spannender Schulterschluss

Auch im Kulturbereich spielen Kryptowährungen eine zunehmende Rolle. Beispielsweise sollen Konzertbesucher der Mannheimer Philharmoniker künftig ihre Tickets mit Bitcoins und Co. bezahlen können. Für die Philharmoniker geht es dabei nicht nur um neue Zahlungsoptionen, sondern auch um langfristige Wertanlagen. "Kryptowährungen könnten für Stiftungen und Kulturbetriebe ein wertsteigerndes Asset sein, das die Verluste durch Inflation ausgleicht", erklärt Chefdirigent Boian Videnoff. Für den Kulturbereich, der oft auf Spenden und Subventionen angewiesen ist, sei dies eine vielversprechende Perspektive.

Von Hostel bis Einzelhandel - wie Mannheim Kryptowährungen einführt

Das Hostel Mannheim ist bereits ein Vorreiter der "Kryptostadt"-Initiative. Gründer Julian Leiser berichtet, dass immer mehr Gäste aus aller Welt ihre Übernachtungen mit Kryptowährungen bezahlen - und das für Beträge jeder Größenordnung. "Für uns als Unternehmen bringt es Flexibilität. Der Kunde zahlt mit Bitcoin, und wir erhalten den Betrag in Euro", sagt Leiser.

Auch im Einzelhandel wird die digitale Bezahlmethode zunehmend angeboten: Einige Läden in Mannheim akzeptieren Kryptowährungen, doch die breite Akzeptanz ist noch ein Ziel der Zukunft. Nico Hoffmeister betreibt ein Geschäft in der Mannheimer Innenstadt. Seine Kundinnen und Kunden können seit Sommer zum Beispiel mit Bitcoins bezahlen. Der Ladenbetreiber findet, dass es vor allem mehr Transparenz und Aufklärung braucht, damit Berührungsängste abgebaut werden können.

Vision 2025 - Mannheim als kryptofähige Erlebnisstadt

Die Initiative "Kryptostadt" arbeitet mit Hochdruck daran, Mannheim bis 2025 vollständig kryptofähig zu machen. Dabei steht nicht nur der Handel im Fokus, sondern auch Freizeit- und Kultureinrichtungen. Die Vision: Mannheim soll sich international als Vorreiter in der Kryptowelt positionieren und eine Anlaufstelle für die globale Krypto-Community werden.

Mit ihrem Bildungsauftrag und der engen Zusammenarbeit mit lokalen Partnern verfolgt die Initiative das Ziel, Mannheim zur kryptofreundlichen Erlebnisstadt zu machen - und vielleicht eines Tages sogar zur weltweiten Kryptohauptstadt.

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Phylicia Whitney