Im Kampf gegen invasive Arten hat das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium ein dreijähriges Pilotprojekt in Stuttgart gestartet. Mit einem Monitoring soll erfasst werden, wie viele Nil- und Graugänse in der Landeshauptstadt vorhanden sind und wie die Population reduziert werden kann.
Nilgänse in immer mehr Gemeinden in BW
Nach Angaben des Ministeriums gehören zu weiteren Maßnahmen beispielsweise, gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Fütterungsverbote, die Vergrämung der Gänse sowie Jagdmaßnahmen und eine Behandlung der Gelege - also der abgelegten Eier. So soll die Population der Tiere eingedämmt werden.
Nilgänse haben sich in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg stark verbreitet. Nach dem neuen Wildtierbericht hat sich die Anzahl von Städten und Gemeinden mit Brutnachweisen in 15 Jahren mehr als verachtfacht: von 78 auf 677.
Auch bundesweit weisen Nilgänse die schnellste Ausbreitung aller nicht-heimischen Vogelarten auf. Mit dem urbanen Wildgänsemanagement in Stuttgart setzt das Ministerium nach eigenen Angaben eine Empfehlung des Wildtierberichts um. Danach sollen weitere Strategien im Umgang mit invasiven Arten in den Städten entwickelt werden. Ziel des Projekts ist es nach den Worten von Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU), lokale Konflikte und Probleme mit Wildgänsen zu minimieren.