Der Mond dürfte dieses Jahr vielen Sternguckern einen Strich durch die Rechnung machen. Denn während die Sternschnuppen-Schauer der Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August ihren Höhepunkt erreicht haben, hat dieser das Firmament überstrahlt.
Nur wenige Tage zuvor ist Vollmond und auch zum Wochenbeginn strahlt dieser noch zu hell. "Am Sternenhimmel sind dann nur noch die hellsten Sterne sichtbar", erklärt Rolf Bitzer von der Sternwarte Zollern-Alb in Rosenfeld (Zollernalbkreis). Die meisten Sternschnuppen leuchteten zu schwach, um dann noch erkennbar zu sein. Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch mal ein "großer Brocken runter kommt, der richtig hell ist und den man vielleicht sogar hören kann." Aber das komme eher selten vor.
Sternschnuppen besser nach dem Vollmond beobachten
Sternschnuppen - in der Fachsprache Meteore genannt - sind Gesteins- oder Staubteilchen, die beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen. Einmal im Jahr durchquert die Erde auf ihrer Umlaufbahn eine Staubwolke, die der Komet Swift-Tuttle hinterlassen hat. Das sorgt für einen Sternschnuppenschauer, die Perseiden - benannt nach dem Sternbild, aus dem sie für die Betrachter zu entspringen scheinen.
Der Höhepunkt des Perseidenschwarms lässt sich berechnen. Das heißt aber nicht, dass davor und danach gar keine Meteore zu sehen sind. Fast den ganzen August, bis etwa zum 24., könne man Sternschnuppen beobachten, so Bitzer. Wenn der Mond abgenommen hat, also ein paar Tage nach dem eigentlichen Höhepunkt, dürften die Chancen sogar besser sein.
Beste Chancen für Perseiden in den frühen Morgenstunden
Seit über zehn Jahren veranstaltet Till Credner auf dem Schachen, einem Berg auf der Schwäbischen Alb bei Münsingen (Kreis Reutlingen), das "Meteorcamp". Hobby-Astronomen und interessierte Laien kommen dort zusammen, um über mehrere Nächte hinweg den Sternenhimmel zu beobachten. Normalerweise findet das während des Perseiden-Höhepunkts statt. Doch wegen des Vollmonds hat der Tübinger Astronom die Veranstaltung um rund zwei Wochen nach hinten verschoben. Bis dahin erwartet er nur noch eine Handvoll Perseiden am Himmel.
Für alle, die dennoch in der Nacht vom 12. auf den 13. August nach Sternschnuppen Ausschau halten wollten, hatte Credner die frühen Morgenstunden empfohlen. Zwischen vier und fünf Uhr seien die Bedingungen am besten. Wenn man dann vom Mond wegschaue, habe man die besten Chancen, die Perseiden zu sehen. Zudem könne man in diesen Tagen ein weiteres astronomisches Highlight am Morgenhimmel beobachten: Jupiter und Venus, die im Osten nah beieinanderstehen.
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