Skispringer Philipp Raimund hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo die Goldmedaille von der Normalschanze gewonnen. Der 25-Jährige gebürtige Göppinger, der beim SC Degenfeld seine ersten Schritte im Skispringen ging, gewann am Montagabend den Wettbewerb von der Normalschanze in Predazzo und feierte damit den größten Erfolg seiner Karriere.
Mit Weiten von 102,0 und 106,5 Meter setzte Raimund sich gegen die Konkurrenz durch. Bereits nach dem ersten Durchgang hatte der Mann, der für den SC Oberstdorf startet, in Führung gelegen. Silber ging an Kacper Tomasiak (Polen), Bronze holten sich die punktgleichen Gregor Deschwanden (Schweiz) und Ren Nikaido (Japan).
Raimund holt Gold bei den Olympischen Winterspielen - ohne zuvor einen Weltcup-Sieg
Für Raimund war es der erste Sieg überhaupt - zuvor hatte der 25-Jährige noch kein Weltcup-Springen gewinnen können, lediglich fünf Podestplätze stehen für den Top-DSV-Adler des Weltcup-Winters zu Buche. Es ist gleichzeitig die erste Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen für die deutschen Skispringer seit dem Sieg von Andreas Wellinger 2018 von der Normalschanze in Pyeongchang.
"Vor dem ersten Sprung war ich scheiße-nervös. Es sind alle hier. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, aber ich bin so, so stolz drauf. Jetzt bin ich Olympiasieger, das ist unglaublich", sagte Raimund und fügte hinzu: "Noch keinen einzigen Weltcup gewonnen und dann auf der größten Bühne, ganz oben zu stehen, das ist unglaublich." Die anderen deutschen Athleten, Felix Hoffmann, Andreas Wellinger und Pius Paschke, konnten nicht in den Kampf um Edelmetall eingreifen.
Und noch bevor der Göppinger die Goldmedaille überreicht bekam, dachte er im ARD-Interview bereits an den nächsten Wettkampf. Schon am Dienstag geht es für Raimund und Co. weiter, dann steht das Mixed-Team auf dem Programm. Gemeinsam mit Felix Hoffmann, Selina Freitag und Agnes Reisch will das deutsche Skisprung-Team um Raimund die nächste Medaille gewinnen.