Lebensräume in Gefahr

Bedrohte Insekten: Wie KI beim Schutz von Bienen und Hummeln hilft

Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge sind für die Biodiversität und unsere Ernährung unverzichtbar. Um sie zu schützen, setzt die Uni Hohenheim nun Künstliche Intelligenz ein.

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Von Autor/in Loris Hoffmann

Die Apfelernte in der Region Stuttgart startet, vielerorts hängen die Bäume voller Obst. Ob die kommenden Jahre weiter so ertragreich bleiben, ist unklar. Denn: Hummeln, Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insekten werden weniger. Die Stuttgarter Universität Hohenheim versucht mit einem Forschungsprojekt und mithilfe von Künstlicher Intelligenz, die Arten noch besser zu schützen. Nun ziehen sie erstmals Bilanz - und die ist zumindest für den Moment noch gemischt.

Universität Hohenheim entwickelt automatische Methoden

Bislang sind gängige Methoden für die Erfassung der Insekten nicht nur schädlich für die Tiere, erklären die Forscher aus Hohenheim. Sie sei zudem auch sehr zeitaufwendig. Daher entwickelt die Universität in Kooperation mit einem Startup-Unternehmen seit einem Jahr KI-gesteuerte Kameras, durch die die Insekten automatisch über ihr Flugmuster erfasst und klassifiziert werden können. Solche Daten würden bislang fehlen, um die Insektenvielfalt auf unterschiedlichen Flächen zu überblicken.

Kirsten Traynor leitet die Landesanstalt für Bienenkunde an der Uni Hohenheim und setzt sich seit Jahren für den Schutz von Insekten ein. "Um passende Schutzkonzepte zu entwickeln, braucht es erst einmal Informationen darüber, wo und wie häufig Bestäubergruppen noch vorkommen würden", sagt Traynor. Das Projekt ist im Januar 2024 mit einer Laufzeit von zwei Jahren gestartet und wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.  

Bienen und Hummeln sind im Land stark gefährdet

Die neue KI-Technik hat sich, so die Forscher in einer Zwischenbilanz, als durchaus hilfreich erwiesen. Allerdings: Eine genaue Bestimmung der Insekten sei aber nicht bei allen Arten nötig. "Hierfür sind übliche Methoden wie Fallen weiterhin unerlässlich", erklären die Forschenden. Sprich: Es braucht auch weiterhin Fachleute mit Artenkenntnis.

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Loris Hoffmann
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