Das Landgericht Stuttgart hatte Anfang April zwei Brüder nach einem tödlichen Autorennen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Dagegen legten die beiden Brüder nun Revision ein. Das teilte das Landgericht Stuttgart am Donnerstag mit. In dem Urteil war der eine, mittlerweile 33-jährige Bruder wegen zweifachen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Der andere, mittlerweile 36-jährige Bruder erhielt wegen zweifachen versuchten Mordes 13 Jahre Haft.
Nach vier Monaten Prozess Urteil im Raserprozess Ludwigsburg: Lebenslange Haft wegen Mordes
Rund ein Jahr nach einem tödlichen Autorennen in Ludwigsburg sind am Dienstag die Urteile gefallen. Es ist der Abschluss eines emotionalen Prozesses.
Urteilsprüfung vom Bundesgerichtshof in Karlsruhe
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe muss nun das Urteil zu dem tödlichen Autorennen in Ludwigsburg auf mögliche Rechtsfehler überprüfen. Eine erneute Beweisaufnahme findet nicht statt. Trotzdem ist davon auszugehen, dass sich eine Entscheidung über Monate hinziehen wird. Einen solchen Schritt hatte Anwalt der Brüder bereits nach der Urteilsverkündung angekündigt gehabt.
Dritter Verurteilter: Beifahrer akzeptiert Urteil
Der dritte Verurteilte, der Cousin der beiden Brüder, hat dem Landgericht Stuttgart zufolge seine Strafe akzeptiert. Er war als Beifahrer im zweiten Wagen am Rennen beteiligt und wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Zuvor hatten die Stuttgarter Nachrichten und die Stuttgarter Zeitung darüber berichtet.
Interview mit Verkehrspsychologen Illegale Autorennen: Warum rasen junge Männer?
Zwei Männer leisteten sich vergangene Woche in Ludwigsburg ein mutmaßliches Autorennen. Zwei junge Frauen mussten deshalb sterben. Was treibt die Raser zu den illegalen Rennen an?
Tödliches Autorennen: zwei junge Frauen starben
Bei dem tödlichen Autorennen vor rund einem Jahr in Ludwigsburg, waren zwei unbeteiligte Frauen ums Leben gekommen. Einer der beiden Brüder rammt das Auto der jungen Frauen mit rund 130 Kilometern pro Stunde, beide starben noch an der Unfallstelle. Der Fall hatte bundesweit für großes Aufsehen gesorgt. Er erinnert an einen Fall aus Berlin aus dem Jahr 2016, den sogenannten Ku'damm-Raser. In diesem Fall wurde erstmals ein Raser wegen Mordes verurteilt. 2022 hatte das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde gegen da Mordurteil zurückgewiesen.