In Böblingen haben auch am Donnerstag Ermittlerinnen und Ermittler Geschäftsräume durchsucht und Gegenstände sichergestellt. Laut Landeskriminalamt (LKA) besteht der Verdacht, dass der Inhaber illegal ausgegrabene Kulturgüter und sogar Weltkriegswaffen besitzt. Die Behörde vermutet einen Zusammenhang mit einem mutmaßlichen Netzwerk gewerbsmäßiger Raubgräber.
Besondere Vorsicht wegen Waffen
Die Beamten von Polizei und Landeskriminalamt seien bereits am Mittwoch in Böblingen im Einsatz gewesen, teilte ein LKA-Sprecher dem SWR auf Nachfrage mit. Wegen der vielen vorgefundenen Gegenstände sei noch nicht sicher, ob die Behörden die Aktion am Freitag fortsetzen müssten. Weil sie vor Ort außerdem nicht sicher sein könnten, ob es sich um echte und sogar geladene Waffen handle, müssten sie besonders vorsichtig vorgehen, erklärte der LKA-Sprecher.
19 Objekte im Bundesgebiet und in Österreich durchsucht
Anlass für die Durchsuchung in dem Böblinger Geschäft ist eine Razzia in mehreren Bundesländern. Dazu zählen unter anderem Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Doch auch Behörden in Österreich waren am Donnerstag im Einsatz.
Suche mit Metalldetektor nach historischen Gegenständen
Mehrere Beschuldigte sollen mithilfe von Metalldetektoren im Boden oder unter Wasser archäologische Gegenstände aufgespürt, illegal geborgen und mit ihnen gehandelt haben. Ihnen wird somit vorgeworfen, gegen das Kulturgutschutzgesetz verstoßen zu haben. Es verbietet unter anderem, mit Kulturgütern zu handeln, wenn sie ohne behördliche Genehmigung geborgen oder unrechtmäßig erlangt wurden.