Stuttgart, Esslingen, Ludwigsburg und der Verband Region Stuttgart planen, sich für die Bundesgartenschau (BUGA) 2043 zu bewerben. Allerdings sei dafür zunächst noch die Zustimmung der jeweiligen Gemeinderäte und der Gremien des Verbands Region Stuttgart nötig, teilte die Stadt Stuttgart dem SWR am Dienstag mit. Im Fall einer erfolgreichen Bewerbung solle die BUGA 2043 dann im regionalen Verbund veranstaltet werden, so die Projektpartner.
Plan: BUGA 2043 soll am Neckar stattfinden
Noch ist über die genauen Pläne des Konzepts, wie sich die Projektpartner eine BUGA in der Region vorstellen, nur wenig bekannt. Die Projektpartner wollen am kommenden Montag mehr dazu mitteilen. Eine zentrale Rolle solle aber der Neckar spielen, da er die vier BUGA-Bündnispartner verbinde, heißt es in einer Mitteilung. "Dieser soll mit seiner Fluss-, Erholungs- und Erlebnislandschaft aufgewertet und stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden."
Sollte die geplante Bewerbung tatsächlich Erfolg haben, dann würde im Abstand von 50 Jahren erstmals wieder eine Bundesgartenschau hier stattfinden. "Die Internationale Gartenschau 1993 war die letzte große Gartenschau, die in Stuttgart stattgefunden hat", so die Projektpartner über die Veranstaltung, die zugleich eine Bundesgartenschau war. "Das Erbe der IGA'93 ist das 'Grüne U': die durchgehende Wegeverbindung von der Innenstadt bis in den Stuttgarter Norden bzw. die Erschließung von Wartberg und Leibfriedschem Garten."
Städte sehen eine BUGA als Investition
Eine BUGA ist für die veranstaltende Stadt oder Region immer mit hohen Kosten verbunden, doch zugleich erhofft man sich davon im Gegenzug positive Effekte, wie das Beispiel Wuppertal zeigt. Die nordrhein-westfälische Stadt schreibt über das Thema: "Eine BUGA ist zwangsläufig mit hohen finanziellen Risiken verbunden und eine Investition in die Zukunft." Nach aktuellem Stand werde die BUGA 2031 Wuppertal nach Abzug von Fördermitteln 37 Millionen Euro kosten. "Eine Bundesgartenschau ist eine einmalige Chance für die ausrichtende Stadt. Sie öffnet den Weg zu vielen Förderprogrammen, ermöglicht nachhaltige Stadtentwicklungsprojekte, bewirkt weitere öffentliche und private Investitionen, lockt überregional Besucher an und kann das Image einer Stadt massiv verbessern", so die Stadt Wuppertal. Am Ende entscheidet die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft in Bonn darüber, ob eine Stadt oder Region eine BUGA veranstalten darf.