Bei einem schweren Verkehrsunfall in der Ortsmitte von Deggingen (Kreis Göppingen) sind in der Nacht auf Sonntag drei Menschen schwer verletzt worden. Dies teilte die Polizei mit.
20-Jähriger flieht vor Polizeikontrolle in Deggingen
Den Angaben nach ereignete sich der Frontalcrash um 2:45 Uhr auf der B466. Beamte der Verkehrspolizei Mühlhausen hatten kurz zuvor am Ortseingang von Deggingen eine Kontrollstelle eingerichtet. Ein Fußgänger habe die Beamten über ein deutlich zu schnelles Auto informiert, das ihm aufgefallen sei.
Wenige Minuten später hörten die Polizeibeamten entsprechende Motorengeräusche eines aus Richtung Geislingen herannahenden Fahrzeugs, so die Polizei. Als die Streife dem Fahrer Zeichen gab anzuhalten, beschleunigte er stattdessen stark und flüchtete in Richtung Ortsmitte. Daraufhin brachen die Beamten die Kontrollstelle ab und fuhren dem Fahrzeug hinterher - sahen es aber bereits nicht mehr.
Aufprall mit voller Wucht: Auto 30 Meter nach hinten geschleudert
Kurz darauf entdeckte die Streife dann in der Degginger Ortsmitte den schweren Verkehrsunfall, so die Polizei weiter in ihrer Mitteilung. Der Fahrer hatte offenbar in einer Rechtskurve aufgrund der überhöhten Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war frontal mit einem entgegenkommenden Auto kollidiert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Auto laut Polizei zunächst rund 30 Meter nach hinten geschleudert.
Der 20-jährige Unfallverursacher sowie der 52 Jahre alte Fahrer und ein 15-jähriger Beifahrer des anderen Wagens wurde schwer verletzt und waren den Angaben nach teilweise nicht mehr ansprechbar.
Verletzte aus Autos gezogen, bevor diese in Flammen aufgehen
Bei dem Unfall fing das Auto des 20-Jährigen Feuer. Die zuerst eintreffenden Polizeibeamten zogen alle drei Schwerverletzten aus den Fahrzeugen, bevor das Feuer sich ausbreitete. Als die Feuerwehr eintraf, konnte sie ein Übergreifen der Flammen auf das andere Auto vermeiden.
Alle drei Verletzten kamen in Krankenhäuser. Die Feuerwehr war mit mehr als 20 Einsatzkräften vor Ort, unterstützt von Kräften aus einer Nachbarstadt. Die Staatsanwaltschaft Ulm ordnete ein Unfallgutachten an. Die B466 musste für mehrere Stunden bis etwa 7:30 Uhr am Sonntag voll gesperrt werden. Die Ermittlungen dauern an.