In Stuttgart hat die Feuerwehr nach 48 Stunden einen Brand in einem Hotel gelöscht. Am Mittwochabend hieß es endlich "Feuer aus!“, sagte Daniel Anand von der Feuerwehr dem SWR. 250 Geflüchtete, die in dem Hotel wohnten, wurden von der Stadt zwischenzeitlich anderweitig untergebracht.
Der Brand war am Montag in einer Dehnfuge entstanden, also einem kleinen Zwischenraum, der manchmal mit Baumaterial ausgefüllt ist, wie Feuerwehrsprecher Anand erklärte. Da heran zukommen, sei schwierig. Man müsse erstmal Wände öffnen, um Löschwasser einleiten zu können. Mit diesen aufwändigen Löscharbeiten war die Feuerwehr auch am Tag nach dem Brand beschäftigt. Die Lage war knifflig - unter anderem, weil sich der Brand über mehrere Stockwerke ausgebreitet hatte.
Geflüchtete zunächst in Turnhallen
Viele Bewohner hatten in der Brandnacht nur ihre Handys und Jacken genommen, um dann nach draußen zu flüchten, erzählte ein Feuerwehrmann dem SWR. Verletzt wurde laut Polizei bei dem Brand niemand. Die Geflüchteten waren zuerst in Turnhallen untergebracht. Der Katastrophenschutz versorgte sie mit Essen, Feldbetten, Decken. Auch Steckdosen und Ladekabel wurden organisiert. Später wurden die Leute laut der Stadt Stuttgart in ein anderes Hotel als Zwischenlösung gebracht.
Brand in einer Dehnfuge war schwer zu finden
Der Brand in Stuttgart-Feuerbach hielt die Bewohner des Hotels und die Einsatzkräfte seit Montagnachmittag auf Trab. Zu diesem Zeitpunkt hatten Mitarbeiter eine Rauchentwicklung in dem Hotelgebäude gemeldet. Trotz mehrstündiger Suche konnte die Feuerwehr zunächst keine Brandquelle finden. Da keine Flammen zu sehen waren, sei es schwer gewesen, den Brand zu lokalisieren, so die Löschkräfte.
Erst bei einer Nachkontrolle am Montagabend war klar geworden, dass sich der Rauch durch einen Brand in einer Dehnfuge hinter einer Wand entwickelt hatte.
Gefahr entsteht durch giftiges Kohlenmonoxid
Laut Feuerwehr liegt die Gefahr bei einem Dehnfugenbrand nicht nur im giftigem Brandrauch, sondern auch im erstickend wirkenden Kohlenmonoxid. Den Schaden schätzen die Einsatzkräfte auf mindestens im fünfstelligen Bereich.