Wandergebiet Hohenstaufen

Sperrung bleibt bestehen: Tiefer Riss im Felsen bei Göppingen

Die Spielburg am Hohenstaufen, ein beliebtes Ausflugsziel bei Göppingen, muss teilweise gesperrt bleiben. Ein Riss im Fels ist tiefer als zunächst angenommen. Wie geht es weiter?

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Von Autor/in Christine Bilger

Ein beliebtes Ausflugsziel bei Göppingen bleibt vorerst gesperrt. Der Grund: An der sogenannten Spielburg am Hohenstaufen war Mitte September ein Riss gefunden worden. Die Stadt hat die Stelle nun von einem Experten untersuchen lassen. Dabei stellte sich heraus, dass der Riss sehr tief ist. In diesem Jahr wird sich die Situation wohl nicht mehr ändern, teilte die Stadt nun mit - wegen der Finanzlage.

Gutachter wegen Felssturzgefahr eingeschaltet

Ein Passant hatte die Stadt vor gut zwei Wochen auf den Riss aufmerksam gemacht. Die Verwaltung ließ den Bereich sofort absperren und schaltete einen Fachmann ein, der aufgrund ähnlicher Vorfälle schon im Auftrag der Stadt arbeitet.

Zum genauen Ausmaß des Schadens macht die Stadt noch keine Angaben. Nur so viel ist bislang klar: Der Riss sei so tief, dass eine weitere Untersuchung im Oktober notwendig sei, teilt die Stadt mit.

Sollte sich herausstellen, dass Sicherungsarbeiten notwendig werden, so könnten diese voraussichtlich erst im kommenden Jahr gemacht werden. Der Grund dafür sei die angespannte finanzielle Lage der Stadt Göppingen.

Beliebtes Ausflugsziel bei Göppingen

Die Spielburg am Hohenstaufen ist eine markante Felsformation unterhalb der Burg Hohenstaufen. Hier ist der Längsriss in einem Felsvorsprung aufgetreten. "Viele Wanderer, Kletterfreunde und Schulklassen kommen dort vorbei oder suchen die Spielburg gezielt auf", sagt Claudia Leihenseder, die Sprecherin der Stadt dem SWR am Montag. Auch Stadtführungen führten an dem Aussichtspunkt vorbei. Da die Gefahr, der Fels könnte abbrechen und herabstürzen, nicht ausgeschlossen werden könne, habe man weiträumig gesperrt und Warnschilder aufgestellt.

Drohender Felsabsturz am Hohenstaufen

Vor fünf Jahren war wenige Hundert Meter entfernt tatsächlich ein Felsbrocken abgestürzt: Hinter dem nahegelegenen Schützenhaus des Schützenvereins Hohenstaufen ist 2021 laut Stadtverwaltung ein Fels abgebrochen und bis zum Vereinsheim gerollt. Seither sei die Felswand dahinter mit einem Stahlnetz gesichert und ein Ingenieurbüro untersuche die Stabilität regelmäßig. Dieses Büro soll nun auch den neuen Riss begutachten und Vorschläge zur Absicherung machen.

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