In einem Fernreisebus haben Zollbeamte am Sonntagmorgen einen kuriosen Fund gemacht: Rund 250 Kilogramm Wurst und Fleischwaren sollten aus Kosovo nach Deutschland eingeschmuggelt werden. Auch andere Schmuggelware haben die Beamten laut einer Mitteilung am Busterminal des Stuttgarter Flughafens sichergestellt.
Kuriose Zollfunde: Wurst, Zigaretten, eine Küche und ein Welpe
Nach Angaben des Hauptzollamts haben die Einsatzkräfte den Bus aus dem Kosovo gezielt zur Kontrolle ausgewählt, um ihn auf mitgeführte Waren zu überprüfen. Wegen des intensiven Geruchs, der aus mehreren im Laderaum befindlichen Taschen drang, erhärtete sich schnell der Verdacht auf verbotene Lebensmittel. Insgesamt stellten die Beamten bei der Kontrolle 252,8 Kilogramm Fleischprodukte sicher.
Darüber hinaus fanden die Beamten im Bus auch 700 Schmuggelzigaretten sowie vier Aluminiumfenster mit Rollläden im Wert von 720 Euro, eine Küche im Wert von 400 Euro und eine Klimaanlage. Die Waren sollten laut Hauptzollamt ohne notwendige Zollanmeldung in die Europäische Union eingeführt werden. Außerdem beschlagnahmte der Zoll auch einen fünf Monate alten Hundewelpen der Maltipoo-Rasse - einer Kreuzung aus Pudel und Malteser. Bei dem Hund im Wert von über 2.000 Euro bestehe der Verdacht der gewerblichen Einfuhr, so das Hauptzollamt. Da der Welpe vermutlich nicht alle notwendigen Impfungen habe, sei er in ein Tierheim in Quarantäne gebracht worden.
Steuerstrafverfahren gegen Busfahrer und Warenabholer
Gegen die beiden Busfahrer sowie einen Warenabholer am Bussteig wurden laut Hauptzollamt Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts des Einfuhrschmuggels eingeleitet. Zudem müssen die Busfahrer mit einem Bußgeldbescheid des Landratsamts Esslingen wegen der unerlaubten Einfuhr der Wurstwaren rechnen.
Die Kühltruhe mit über 250 Kilogramm illegalen Fleischwaren und Wurst steht nun beim Hauptzollamt Stuttgart. Die strengen veterinärrechtliche Vorschriften bei der Einfuhr von tierischen Erzeugnissen sollen laut Zoll vermeiden, dass Tierseuchen aus Nicht-EU-Staaten in die EU eingeschleppt werden. Im vergangenen Jahr hat das Hauptzollamt insgesamt rund vier Tonnen Lebensmittel, die nicht eingeführt werden dürfen, abgefangen und vernichtet.