Im März sind in Ludwigsburg bei einem illegalen Autorennen zwei junge Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren ums Leben gekommen. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes gegen die beiden mutmaßlichen Täter erhoben. Auch gegen ihren 25 Jahre alten Cousin, der den Ermittlungen zufolge in einem der Wagen mitfuhr, werden Vorwürfe erhoben. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.
Tod nach illegalem Autorennen: Was ist passiert?
Die beiden mutmaßlichen Täter sollen sich Mitte März ein Rennen mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Schwieberdinger Straße in Richtung A81 geliefert haben. In einem unbeteiligten separaten Auto seien zwei Frauen gegen 20 Uhr von einer Tankstelle kommend nach links auf die Schwieberdinger Straße abgebogen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft im März mit. Dabei kam es zur Kollision mit einem der mutmaßlichen Raser.
Durch den Aufprall habe der Wagen des mutmaßlichen Unfallfahrers das Auto der zwei Frauen kurzzeitig vor sich her geschoben. Anschließend sollen die Frauen von der Straße abgekommen sein. Sie prallten mit ihrem Auto gegen eine Mauer und blieben schließlich zwischen zwei Bäumen stecken. Die beiden Frauen wurden dadurch in ihrem Wagen eingeklemmt und starben noch an der Unfallstelle.
Ludwigsburger OB fordert ein angemessenes Urteil
Der Ludwigsburger Oberbürgermeister Matthias Knecht (parteilos) vertraut nach dem tödlichen Unfall auf die Ermittlungen der Polizei und Staatsanwaltschaft. Auch wenn es das Leid der betroffenen Familien nicht lindern kann, sei es "wichtig, dass dieser fürchterliche Fall sauber aufgearbeitet wird". Zudem sei ein Urteil wichtig, das "sowohl für die Täter, aber auch für die Familien als Sühne angemessen ist", so Knecht.