Bei der "Langen Nacht der Museen" am Samstag in Stuttgart öffnen neben zahlreichen Kultureinrichtungen wieder viele Orte, die sonst für Besucherinnen und Besucher geschlossen bleiben. Das sind die Highlights:
- "Nordbronx77" und Luftschutzstollen
- Stuttgarter Hafen
- Bunker-Hotel unter dem Marktplatz
- Rundfahrten mit der Oldtimer-Linie 21
- Ins Fundament des SWR Fernsehturms
- Ins Regenüberlaufbecken
- Künstlerinnen und Künstler im Lindenmuseum
"Nordbronx77" und Luftschutzstollen
Neu dabei sind in diesem Jahr kleinere Locations wie die "Nordbronx77", ein Kulturareal in der Nähe des Nordbahnhofs. Dort zeigen Fotografen, Künstler und Tattoo-Artists ihre Werke. Ganz in der Nähe sind erstmals auch Orte der Erinnerungskultur wie der Nordbahnhof dabei, von wo aus in der Nazi-Zeit Deportationen erfolgten. Hier gibt es eine Tour durch den Stuttgarter Norden, bei der in diesem Jahr auch der Luftschutzstollen aus dem Zweiten Weltkrieg an der Heilbronner Straße öffnet. Und wie in jedem Jahr gibt es in den Wagenhallen ein buntes Angebot.
Stuttgarter Hafen
Jeden Tag werden Produkte, Waren und Güter aus der ganzen Welt über den Neckar geschippert. Der Stuttgarter Hafen ist anschließend ihr Umschlagplatz. Kräne, Schiffe und Gabelstapler bringen einen Industrievibe, der auch schon in den Krimiserien "Tatort" oder "Soko Stuttgart" eine Rolle gespielt hat. Bei der "Langen Nacht der Museen" können Besucherinnen und Besucher den Hafen mit Lichtinszenierungen selbst entdecken.
Bunker-Hotel unter dem Marktplatz
Von oben nicht zu sehen liegt unter dem Marktplatz in Stuttgart ein alter Bunker. Im Zweiten Weltkrieg haben dort rund 3.000 Menschen Schutz gefunden, später wurde er zu einem skurrilen Hotel. Seit 1984 ist der Bunker ein Museum, das nur einmal im Jahr - zur "Langen Nacht der Museen" - seine Türen öffnet.
Rund um diese starke Attraktion bietet die "Lange Nacht" im Rathaus Programm, unter anderem mit Turmführungen. Auf dem Marktplatz werden in einem Zelt Exponate aus Handwerksbetrieben präsentiert.
Rundfahrten mit der Oldtimer-Linie 21
Alle 15 Minuten fährt die Oldtimer-Linie 21, die von den 1930er-Jahren bis in die Neunziger fuhr, zwischen dem Straßenbahn-Museum in Bad Cannstatt und dem Hauptbahnhof hin und her. Besucherinnen und Besucher können außerdem am Neckartor oder am Berliner Platz zusteigen. Die Fahrkarte ist die Eintrittskarte zur Langen Nacht der Museen.
Ins Fundament des SWR Fernsehturms
Seit 70 Jahren ist er das Wahrzeichen der Landeshauptstadt: der Stuttgarter Fernsehturm. Als erster seiner Art musste der damalige Ingenieur erfinderisch sein und ein ganz besonderes Fundament entwerfen, damit an der Oberfläche nur die schlanke Nadel zu sehen ist. Dieses Fundament und natürlich die Aussichtsplattform können bei der Langen Nacht der Museen besucht werden.
Ins Regenüberlaufbecken
Wie geht eine Stadt wie Stuttgart mit Regenwasser um? Zunächst fließt es in sogenannte Regenüberlaufbecken, die die Wassermengen zurückhalten und nach und nach an das Klärwerk abgeben. Einblicke in das größte Becken des Stadtgebiets können Besucherinnen und Besucher während der Langen Nacht der Museen bekommen - es sei denn es regnet, dann bleibt das Regenüberlaufbecken geschlossen.
Künstlerinnen und Künstler im Lindenmuseum
Mit Blick auf die aktuellen Kürzungen im Kulturbereich im Stuttgarter Sparhaushalt möchte das Lindenmuseum Kulturschaffende und Initiativen an diesem abend einen Raum geben. Deswegen treten dort während der "Langen Nacht der Museen" verschiedene Künstlerinnen und Künstler auf, darunter Tanz-Performances, eine Late-Night-Quiz-Show und die Vorschau zur ersten Drag- und Burlesque-Show in Stuttgart.