In zehn Kilometern Tiefe wackelte die Erde unter dem Ort Beuren (Kreis Esslingen) in der Nacht von Montag auf Dienstag. Wie das Landesamt für Geologie in Freiburg mitteilte, war es ein leichtes Beben der Stärke 3,0. Eigentlich gehört der Kreis Esslingen nicht zu den Erdbeben-Schwerpunkten in Baden-Württemberg. Dennoch ist ein Beben immer mal möglich, so Stefan Stangl, vom Landeserdbebendienst.
Vergleichbares Beben im Raum Esslingen war im August 1940
Das letzte vergleichbare Beben im Raum Esslingen war laut Leydecker-Erdbebenkatalog spürbar im August 1940. Das Beben damals war vergleichbar mit dem Beben Dienstagnacht in Beuren. Unklar ist, allerdings ob die Aufzeichnungen aus den Kriegs-und Nachkriegszeiten vollständig sind. Laut Regierungspräsidium gibt es in Baden-Württemberg deutschlandweit die größten Erdbeben-Aktivitäten.
Die Kollision zwischen der europäischen und afrikanischen Erdplatte ist hier immer wieder spürbar.
Grund dafür ist die Lage nördlich der Alpen, so das Regierungspräsidium. Leider kann man die Erdbeben nicht vorhersagen, so Stangl. Wichtig sei, dass Betroffene ihre Erfahrungen der Behörde mitteilen.
So haben die Menschen im Kreis Esslingen das Beben wahrgenommen:
Auf der Seite "Erdbebennews" haben viele ihre Erfahrungen vom Beben eingetragen. Hier ein paar Stimmen:
Anonym aus Urbach: "Hat sich angefühlt wie eine Druckwelle, Haus hat kurz einmal gewackelt. Als würde ein Lkw schnell am Haus vorbeifahren, nur deutlich stärker."
Toni aus Kirchheim unter Teck: "Ich lag auf dem Sofa und plötzlich gab es so eine Art Knall, und das ganze Haus vibrierte."
Nadja aus Unterensingen: "Bin wach geworden, weil das Bett gerüttelt hat. Meine Katzen waren panisch."