Narren bereiten sich vor

Landesnarrentreffen 2026 findet in Leinfelden-Echterdingen statt

Ein dreifach donnerndes "Ho-Lei"! Der Fasnets-Verein "Die Filderer" in Leinfelden-Echterdingen hat gleich drei große Gründe für eine riesige, bunte Party vom 16. bis zum 18. Januar.

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Von Autor/in Anna Knake, Kerstin Rudat

Das wird eine große närrische Sause in zwei Wochen: Der Fasnetsverein "GFTB Die Filderer" in Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) feiert vom 16. bis 18. Januar sein 60-jähriges Bestehen - und richtet gleichzeitig das 43. Landesnarrentreffen des Landesverbands Württembergischer Karnevalsvereine aus sowie das 29. Freundschaftstreffen des Bundes Deutscher Karneval. Was ist geplant?

Erstmals "Narrenbaum-Loben" vorm Narrenbaum-Aufstellen

Seit anderthalb Jahren, seitdem sie nach der Bewerbung den Zuschlag bekommen hatten, bereiten sich "Die Filderer" auf das große Treffen vor. Los geht es am Freitagabend mit der Kostüm-Prunksitzung in der Filderhalle. Die ist bereits seit Juli 2025 ausverkauft. Fast 800 Personen nehmen teil.

Am Samstag startet das Landesnarrentreffen mittags mit dem Empfang der Ehrengäste, und ab etwa 14 Uhr soll das Stellen des Narrenbaums auf dem Neuen Markt mit rund 30 Vereinen stattfinden - erstmals mit einem "Narrenbaum-Loben" vorher. "Lassen Sie sich da überraschen, was wir uns ausgedacht haben", so "Filderer"-Präsident Markus Schumann. Auch neu: eine ökumenische Fasnets-Messe, darauf sind "Die Filderer" besonders stolz.

Für Samstagabend sind dann gleich zwei Parties geplant: die Narrenparty mit Live-Musik und eine Silent-Party, bei der alle zusammen mit Kopfhörern zu unterschiedlich wählbarer Musik tanzen.

Gardetanz bei der PK zum Landesnarrentreffen 2026 in Leinfelden-Echterdingen
Schon mal eine Kostprobe: Gardetanz bei der PK zum Landesnarrentreffen 2026 in Leinfelden-Echterdingen

Der Höhepunkt in Leinfelden-Echterdingen: der große Umzug

Höhepunkt der Festtage ist dann der "Narrensprung", der große Umzug, am Sonntag ab 13:33 Uhr. Bis zu 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden erwartet. 104 Vereine mit mehr als 6.000 Aktiven wollen an dem Umzug teilnehmen. Laut Schumann hätten sich rund 25 Prozent der Fasnetsvereine mehr angemeldet als üblich. Das liege zum einen an der guten Lage und Erreichbarkeit von Leinfelden-Echterdingen, ist sich Steffen May, Präsident des Landesverbands Württembergischer Karnevalsvereine, sicher, aber zum anderen "sicherlich auch daran, dass 'Die Filderer' innerhalb des Verbands ein sehr beliebter, gut organisierter Verein sind".

Vermutlich hätten gerne noch mehr teilgenommen. Aber zum einen gehe es um die Sicherheit, zum anderen bringe ein Umzug, der fünf Stunden dauert, niemandem etwas, so Schumann: "Die letzten Startnummern werden nicht mehr wahrgenommen, weil die Zuschauer vorher gehen, und die Zuschauer sind genervt, weil es zu lange dauert." Also habe man sich zusammen mit der Stadt darauf verständigt, nach 104 Anmeldungen einen Anmeldeschluss zu verhängen für den Umzug.

"Narrensprung": Herausforderung Sicherheitskonzept

Mit den Sicherheitsvorkehrungen habe man ohnehin vor großen Herausforderungen gestanden, so Schumann. Das reiche von Straßensperrungen über das Einrichten eines Einsatzzentrums vor Ort bis hin zu Handlungsmöglichkeiten für etliche Szenarien, die eintreffen könnten. Von anderen Städten, beispielsweise Göppingen, werden Poller ausgeliehen. Zudem unterstützten Security-Kräfte das Landesnarrentreffen. Für das Sicherheitskonzept hätten aber auch die Erfahrungen mit dem Filderkraut-Festival sowie dem großen Jubiläumsfest der Stadt vergangenen Sommer geholfen.

Landesnarrentreffen: "Brauchtum leben und Spaß haben"

Im Bund Deutscher Karneval (BDK) sind nach eigenen Angaben 143 Vereine mit knapp 60.000 Mitgliedern organisiert. "Es freut uns sehr, dass rund 6.500 von ihnen dann auch an dem Treffen in Leinfelden-Echterdingen teilnehmen, Spaß haben und das Brauchtum leben", sagte Steffen May. "Die Filderer" seien ein sehr aktiver und professioneller Verein, "als sie sich beworben haben als Ausrichter des Landesnarrentreffens, da wussten wir: Das wird richtig gut!", lobte er.

May dankte auch der Stadt, denn ohne entsprechendes Engagement von Kommunen seien solche Veranstaltungen gar nicht mehr möglich. Insofern habe May keinen Zweifel, dass das Treffen insgesamt eine tolle Veranstaltung werde. Am Ende gehe es darum, Freude zu bereiten - den Zuschauenden und den Teilnehmenden.

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