Von Donnerstag an gilt in der Innenstadt von Göppingen eine Waffenverbotszone. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Das Verbot gilt täglich von 16 Uhr an bis 6 Uhr früh am Folgetag. Die Entscheidung sei eine Reaktion "auf die jüngsten Vorkommnisse mit Waffengewalt in der Stadt", hieß es. In der Zone darf man keine vom Gesetz benannten Waffen mit sich führen. Messer sind nur erlaubt, wenn unter bestimmten Bedingungen ein "berechtigtes Interesse" nachgewiesen werden kann. Die Verordnung der Stadtverwaltung gilt zunächst bis Ende April 2027.
Göppingen stattet Polizei vor Ort mit mehr Befugnissen aus
Laut Stadtverwaltung ist die neue Verbotszone ein Teil eines Gesamtkonzeptes für eine sichere Stadt. Verbotszonen geben der Polizei mehr Möglichkeiten bei Kontrollen. Der Erste Bürgermeister Johannes Heberle (parteilos) erklärte: " Uns ist wichtig, der Polizei mit der Einführung der Verbotszone ein geeignetes, rechtsstaatliches Mittel an die Hand zu geben, um Straftaten im öffentlichen Raum präventiv zu begegnen."
Tatverdächtiger ist flüchtig Göppingen: Erneut Schüsse in einer Gaststätte
Immer wieder fallen in Göppingen Schüsse, zuletzt Mitte des Monats. Nun griff am Mittwochabend in der Innenstadt ein Mann zur Waffe. Die Polizei bittet um Hinweise.
Polizei: Verbotszone ist wichtig für mehr Sicherheit
Die Polizei in Göppingen begrüßt die Entscheidung. Die Innenstadt sei jetzt als ein "sicherheitsrelevanter Ort" eingestuft. Die Verbotszone ist laut Polizeipräsident Josef Veser "ein weiterer wichtiger Baustein für mehr Sicherheit im Raum Göppingen". Zuletzt hatte es mehrere gewaltsame Zwischenfälle in Göppingen gegeben. Im Januar waren vor einer Bäckerei und in einer Gaststätte Schüsse gefallen.