Das Stuttgarter Unternehmen Netze BW hat eine neue mobile Einsatzzentrale für großflächige Stromausfälle entwickelt. Die neue mobile Leitstelle ist ein Container auf Rädern mit einem Notstromaggregat. Mit der Anlage soll ein Team des Netzbetreibers in künftigen Krisenfällen wie einem Hochwasser direkt in der betroffenen Region arbeiten und sich dort um die Stromversorgung kümmern.
Großflächige Stromausfälle wie in Berlin oder zuletzt in Reutlingen zeigen nach Ansicht von Netze BW-Geschäftsführer Martin Konermann, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf solche Krisenszenarien ist. Sollte es künftig zu Krisen in Deutschland kommen, stehe sein Unternehmen mit dieser Einheit bereit, um auszuhelfen.
Neue Station für Kriseneinsätze
Nach Angaben des Unternehmens kann das Team damit vor Ort Satellitenverbindungen herstellen, Funknetze aufbauen und mit Behörden, Rettungskräften oder der Bundeswehr kommunizieren. "Der Anhänger ist dafür da, um eine infrastrukturunabhängige Kommunikation zu ermöglichen, über Satellitenkommunikation und über Funkkommunikation", erklärt Florian Blümle von Netze BW. "Das ist der einzige und erste Wagen, der sowas kann", sagt Geschäftsführer Martin Konermann.
Flut im Ahrtal: Netze BW-Personal half nach der Krise
Beschäftigte von Netze BW waren auch nach der Flut im Ahrtal im Einsatz. Sie sei der Anlass dafür gewesen, sich mit den Folgen einer Katastrophe zu beschäftigen, durch die die Infrastruktur zerstört ist, berichtet Volkher Klipfel von Netze BW. "Wie kann ich dann entsprechend vor Ort die Monteure einsetzen, wie kann ich auch entsprechend Kontakt halten zu den Behörden, zu den Einsatzkräften von THW, Feuerwehr und der Bundeswehr, wie es im Ahrtal der Fall war", damit habe sich sein Unternehmen beschäftigt.
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"So ein Fahrzeug hätte auf jeden Fall geholfen", ist sich Klipfel sicher. "Wir haben uns mit Zelten damals behelfen müssen, es gab zusätzliche Regenfälle, es war sehr heiß draußen, unterschiedliche klimatische Bedingungen, es war sehr staubig", berichtet er. Ein klimatisiertes Fahrzeug mit entsprechenden Arbeitsplätzen sowie Funk wäre in dieser Situation sicher sehr hilfreich gewesen, so Klipfel.