Rotschulter-Rüsselhündchen eingezogen

In der Stuttgarter Wilhelma lebt jetzt das Mini-Rüsseltier "Veronika"

Im Zoologisch-Botanischen Garten gibt es eine neue Tierart: Vor Kurzem ist ein Rotschulter-Rüsselhündchen eingezogen. Es ist ein Weibchen und soll bald einen Partner bekommen.

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Von Autor/in Simone Friedrich

In der Stuttgarter Wilhelma lebt seit neuestem eine neue Tierart, ein sogenanntes Rotschulter-Rüsselhündchen. Einen Namen hat das Rüsselhündchen-Weibchen offiziell noch nicht, aber die Tierpflegerinnen und -pfleger im Zoologisch-Botanischen Garten nennen es "Veronika". Sie ist im Januar geboren worden und stammt aus dem Zoo im tschechischen Prag. Jetzt lebt Veronika im erst 2022 eingeweihten Haus für Kleinsäuger, Vögel und Insektivoren und teilt sich ein Gehege mit den Afrikanischen Zwergfalken.

Ein Rotschulter-Rüsselhündchen steht vor einer Wand.
Mit der rüsselartigen Nase stöbern Rotschulter-Rüsselhündchen Insekten am Boden auf. Wilhelma

Typisch ist die lange, rüsselartige Nase

Die Rotschulter-Rüsselhündchen sind Säugetiere und stammen aus Ostafrika. Sie wiegen 500 bis 600 Gramm und werden fünf bis sechs Jahre alt. Ihre Besonderheit ist die lange, rüsselartige, bewegliche Nase, mit der sie Insekten am Waldboden aufstöbern. Sie ernähren sich von Insekten und Wirbellosen, also beispielsweise von Käfern, Mehrwürmern oder Regenwürmern.

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Veronika soll bald einen Partner bekommen

In der Natur leben die Rotschulter-Rüsselhündchen paarweise. Und auch Veronika soll einen Partner bekommen, denn in der Wilhelma will man die Art züchten. "Wir sind aktuell auf der Suche", sagt Andreas Frei, Kurator der Wilhelma Stuttgart. "Wir haben auch schon ein paar Zoos angefragt. Da sollte zeitnah etwas kommen."

Der Bestand gelte zwar nicht als gefährdet, aber das könne sich schnell ändern, so Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Die Lebensräume des Rüsselhündchens seien begehrte Siedlungsräume für Menschen. Die letzten verbliebenen Küstenwälder in Ostafrika gerieten daher immer stärker unter Druck. Deshalb sollte diese Art auch in menschlicher Obhut gehalten werden.

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Verwandt ist das Rotschulter-Rüsselhündchen übrigens weder mit einer Maus, einer Ratte oder einem Hund, wie man vielleicht meinen könnte, sondern es ist entfernt verwandt mit dem Elefanten. Das haben Forscher über einen DNS-Vergleich herausgefunden. Abgesehen von ihrer Nase erinnert aber wenig an diese Verwandtschaft.

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