Sängerin vergleicht verschiedene Städte

Nach Empörung der Fans: Nina Chuba teilt Statement zu Stuttgart-Diss

Nachdem sie das Stuttgarter Publikum in ihrem Podcast "lahm" nannte, erklärt sich Sängerin Nina Chuba nun in ihrer Instagram-Story und betont, dass sie alle ihre Fans liebt.

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Von Autor/in Philipp Pfäfflin

Nach ihrem Konzert Ende Juni auf dem Kessel Festival nennt Popstar Nina Chuba Stuttgart die "lameste Crowd in Deutschland". In ihrem Podcast mit Drummer Momme Hitzemann fragt sie, warum die Fans so anders abgehen würden in Stuttgart als etwa bei ihren Konzerten in München. "Jedes Jahr ist es immer so ein bisschen ... da wird sich nicht viel bewegt. Falls ihr aus Stuttgart kommt, sagt doch mal, woran das liegen könnte." Zuerst hatte die "Stuttgarter Zeitung" berichtet.

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Chuba über Stuttgart: Nicht genug Sauerstoff im Kessel?

Mögliche Antworten hat Nina Chuba auch parat und teilt weiter aus: Sie frage sich, ob das "einfach so eine süddeutsche Trägheit" sei. "Aber in München gehen die Leute ja immer crazy ab. Also irgendwas muss da mit euch falsch sein. Vielleicht kriegt ihr nicht genug Sauerstoff wegen dem Kessel", sagt Chuba in Anspielung auf die besondere topografische Lage in Stuttgart. "Oder die Maultaschen liegen euch quer im Magen?", fragt der Schlagzeuger Momme, mit dem Chuba gemeinsam den Podcast betreibt.

Nina Chuba war zuletzt Ende Juni beim Kessel Festival aufgetreten. Trotz Rekord-Hitze waren Zehntausende Besucherinnen und Besucher gekommen. Der Moderator habe immer wieder das Publikum aufgerufen, mal eine Trinkpause zu machen, berichten Besucher. Auch Nina Chuba habe man angemerkt, dass ihr die Hitze zu schaffen mache. Warum sie jetzt das Publikum disse, das trotz Hitze mitgetanzt und mitgegrölt habe, verstehe sie nicht, sagte eine Besucherin dem SWR.

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Reaktionen von Fans: Von Empörung bis Zustimmung

Ein anderer Fan meint: "Wow, du hältst ja voll viel von deinen Fans, die sich bei 40 Grad für dich auf'n Wasen gestellt haben ..." Ein elfjähriger Hardcore-Fan, der an dem Abend alles gegeben hat, schreibt: "Ich finde es voll unpassend, da wir ja eigentlich richtig viel mitgemacht haben." Und eine Mutter berichtet: "Am Merch-Stand war die Schlange endlos: Viele junge Mädchen und Kinder haben sich im Nina-Chuba-Style durch die Hitze geschleppt und wirklich alles gegeben für ihr Idol." Für diese sei es total enttäuschend, dass sie so über sie spricht. Am nächsten Tag war das Kessel Festival wegen Hitze abgesagt worden. Der Gesundheitsschutz von Gästen, Mitarbeitenden und Künstlerinnen und Künstlern stehe an erster Stelle, teilte der Veranstalter mit.

Interaktion ihrerseits war ja auch Mangelware.

Andere Follower stimmen Nina Chuba zu: "Checke selbst als Stuttgarter nicht, warum die Stimmung oft so tot ist." Ein anderer schreibt: "Schwaben, wir müssen sparen, auch an Emotionen." Ein Vater, der selbst auf dem Konzert von Nina Chuba war, äußert sich so: "Ist mir auch schon aufgefallen, dass das Stuttgarter Publikum gern mal 'speziell' ist. Aber ich find's schon ziemlich unprofessionell, sich so über sein zahlendes Publikum zu äußern." Es gebe definitiv unbekanntere Bands, die es auf jeden Fall besser verstehen würden, ihr Publikum aus der Reserve zu locken. "Interaktion ihrerseits war ja auch Mangelware. Spaß gemacht hat es trotzdem."

Nina Chuba erklärt sich in Instagram-Story

"Leute, ich glaube, es ist offiziell das Sommerloch eingeleitet", verkündete Nina Chuba am Montagabend in ihrer Instagram-Story und verweist auf die vielen erschienenen Artikel zu der Thematik. Im Podcast hätten sie und Hitzemann die Stuttgarter Crowd in Schutz genommen: "Es waren 40 Grad, ihr konntet euch nicht so viel bewegen." Trotzdem habe sie auch von anderen Künstlern gehört, dass in Vergleich zu anderen Städten das Stuttgarter Publikum sich nicht so viel bewegen würde. Sie habe im Podcast bloß gefragt, woran das wohl liegen würde.

"Ich küsse euch alle und ich liebe alle meine Fans", erklärt die Sängerin weiter, "auch die die in Stuttgart wohnen, auch die, die sich nicht so viel bewegen und sich von Innen freuen - das ist in Ordnung!" Als Künstler nehme man die Masse auf der Bühne wahr und könne dann eben unterscheiden, wo es am meisten abgehen würde und wo am wenigsten.

Ministerpräsident Özdemir unterstützt Stuttgarter Publikum

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) kann einen solchen Eindruck des Stuttgarter Publikums nicht bestätigen. Auf einer Landespressekonferenz am Dienstag antwortete er dazu: "Ich war gestern auf dem Konzert von Nick Cave & The Bad Seeds. […] Da ging das Publikum mit und Nick Cave hat das Publikum mehrfach gelobt für die tolle Stimmung - insofern kann ich das nicht bestätigen. Aber ich war bei dem [Nina-Chuba-] Konzert auch nicht dabei."

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Erstmals publiziert am
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Autor/in
Philipp Pfäfflin
Portraitfoto von Philipp Pfäfflin
Onlinefassung
Leonie Koppe
Leonie Koppe

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