Jetzt ist es sicher: Die vier Schwimmbäder ASV Botnang, MTV Stuttgart, SSV Zuffenhausen und SV Cannstatt können auch im kommenden Jahr ihre Tore öffnen. Das hat der Sportausschuss des Stuttgarter Gemeinderats am Dienstag entschieden. Ursprünglich war das Geld für ein neues "Stuttgart-Sign" vorgesehen, jetzt geht es an die Schwimmbäder. Die damit zumindest vorerst gerettet sind.
Bäder können nur durch viele Ehrenamtliche überleben
Ohne den Zuschuss hätten die drei Freibäder und das Hallenbad höchstwahrscheinlich schließen müssen. Der Betrieb in dem Freibad des ASV Botnang kann ohnehin nur durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer am Laufen gehalten werden. Hintergrund für die angespannte finanzielle Lage der Bäder sind steigende Betriebskosten und Energiekrisen. In allen vier Schwimmbädern werden Schwimmkurse angeboten, außer das Bad des SV Cannstatt sind alle öffentlich nutzbar.
Ursprünglich haben die vier Schwimmbäder von der Stadt rund 730.000 Euro pro Jahr bekommen. Aufgrund der gestiegenen Kosten hat die Stadt zusätzlich Sonderzuschüsse vergeben, die 2026 voraussichtlich ihren Höchststand erreichen werden. Diesen Sonderzuschuss wird es aufgrund der massiven Sparmaßnahmen der Stadt im nächsten Jahr nicht mehr geben. Bei gleichbleibenden Betriebskosten entsteht dadurch ein finanzielles Loch für die Schwimmbäder, das sich nach Angaben der Bäder über die Eintrittspreise nicht abdecken lässt.
CDU rückt von umstrittenem "Stuttgart-Sign" ab
Trotz Sparmaßnahmen wollte der Stuttgarter Gemeinderat bis zu 470.000 Euro für einen Stuttgart Schriftzug ausgegeben, das sogenannte "Stuttgart-Sign". Die Planungen dafür sind scharf kritisiert worden. Vor einigen Wochen hatte die Stuttgarter CDU Abstand von dem Vorhaben genommen. Sie hatte angekündigt, die halbe Million stattdessen für die vier Schwimmbäder verwenden zu wollen.
"Nicht richtiger Zeitpunkt für dieses Projekt" Aus für Stuttgart-Sign? CDU distanziert sich von bis zu 470.000 Euro teurem Schriftzug
Trotz massiver Sparmaßnahmen wollte der Stuttgarter Gemeinderat bis zu 470.000 Euro für einen Stuttgart Schriftzug ausgegeben. Die Empörung war groß. Nun rückt die CDU davon ab.
Ende Juni hatten sich die vier Schwimmbadvereine zusammengesetzt und nochmal versucht 400.000 vom 700.000 Euro Defizit einzusparen. Für das neue Jahr fehlen nach Angaben des Sportausschusses rund 320.000 Euro. Damit und durch den angekündigten Zuschuss sind die Bäder für die kommende Freibadsaison gerettet. Wie sie 2028 finanziert werden sollen, bleibt offen.