Tempolimit in zwei Schritten

Nach tödlichem Unfall mit Fußgänger: Stadt Stuttgart führt am Olgaeck Tempo 30 ein

Am Olgaeck gilt bald Tempo 30. Damit reagiert die Stadt auf Forderungen nach mehr Sicherheit. Möglich wird die rasche Einführung durch Schulwege.

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Von Autor/in Christian Spöcker

Wer am Olgaeck vorbeifahren will, muss sich bald auf Tempo 30 einstellen. Die Stadt Stuttgart hat dem SWR auf Nachfrage bestätigt, dass sie dort die Geschwindigkeit drosseln will. Anlass ist der Unfall Anfang Mai am stark befahrenen Verkehrsknoten. Zuerst hatten die "Stuttgarter Nachrichten" über die Einführung von Tempo 30 berichtet.

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Tempo 30 am Olgaeck: Zeitpunkt noch offen

Den Antrag auf Tempo 30 hatte die Stuttgarter Gemeinderatsfraktion von SPD und Volt gestellt. Die Stadt teilte dazu am Freitag mit, mit der Einführung von Tempo 30 in zwei Stufen solle nun die Sicherheit am Olgaeck verbessert werden. Die erste Stufe werde bald entlang der Charlottenstraße eingeführt, so die Stadt. Ein genauer Zeitpunkt steht aber den Angaben zufolge noch nicht fest.

Tempolimit rechtlich möglich

Möglich sei eine Geschwindigkeitsreduzierung an dieser Stelle, weil an den Straßen am Olgaeck Schulwege verlaufen. In diesem Fall erlaube es die Straßenverkehrsordnung, ein Tempolimit einzuführen, teilte die Stadt mit. Für weitere Maßnahmen, um die Sicherheit von Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern zu erhöhen, müsse erst das Ergebnis einer Sicherheitsüberprüfung abgewartet werden.

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Unfall: SUV fuhr in Menschengruppe

Anfang Juni hatte die Stadt dem SWR zu Tempo 30 am Olgaeck mitgeteilt, das Problem hierbei sei die komplexe Verkehrssituation an der Kreuzung. Tempo 30 wirke sich auf die Ampelsteuerung aus, was auch Folgen für Busse und Stadtbahnen habe, sagte ein Sprecher damals.

Anfang Mai war am Olgaeck ein Mann mit seinem Geländewagen in eine Menschengruppe gefahren. Mehrere Menschen wurden verletzt, eine Frau starb später an ihren Verletzungen.

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Mitte Juni erklärte die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf SWR-Anfrage, dass aktuell noch ein unfallanalytisches Gutachten laufe. Dieses solle möglichst in den kommenden Wochen abgeschlossen werden, hieß es damals. Über eine Anklage gegen den Fahrer des Unfallwagens werde erst entschieden, wenn die Unfallursache feststehe.

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Christian Spöcker
Christian Spöcker, SWR
Reporter/in
Andreas Dangel