Nach den Schüssen im Stuttgarter Stadtteil Weilimdorf hat die Polizei am Sonntagabend zwei Einsätze mit Spezialkräften durchgeführt, wie die Staatsanwaltschaft dem SWR auf Anfrage bestätigte. Das SEK sei demnach in Stuttgart-Feuerbach und in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) eingesetzt worden. Ein 16-Jähriger und ein 18-Jähriger wurden den Angaben nach vorläufig festgenommen.
Haft nach Schüssen in Weilimdorf?
Wie die Polizei am Montagabend mitteilte, sitzt der 16-Jährige mittlerweile in Untersuchungshaft. Der 18-Jährige ist wieder auf freiem Fuß. Inwieweit er und möglicherweise noch andere an der Tat beteiligt waren, wird gerade ermittelt. Dazu hat die Polizei eine Ermittlungsgruppe gebildet.
Auseinandersetzung mit 15 Personen vor den Schüssen
Ein 16-Jähriger war in der Nacht von Samstag auf Sonntag schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt worden. Laut Polizei gab es in der Nacht auf Sonntag eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen mit insgesamt rund 15 Personen auf einem Spielplatz in der Nähe der Lindenbachhalle am Löwenmarkt in Stuttgart-Weilimdorf. Dabei sollen Schüsse gefallen sein.
Mobile Jugendarbeit: Tatort ist kein "Problemort"
Laut Julian Schmid, dem Bereichsleiter der Mobilen Jugendarbeit der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart, ist der Spielplatz nicht für Konflikte bekannt. Er werde aber nicht nur von Kindern genutzt, sondern sei in der Tat auch ein Treffpunkt für viele Jugendliche. "Der Spielplatz liegt zentral, aber doch etwas abgeschieden. Das ist eine tolle Kombination für junge Menschen, die einen Ort für sich beanspruchen", sagt Schmid. Das Klima dort sei weitaus freundlicher, als es in einigen Berichten dargestellt worden sei.