Kool Savas, Timo Hildebrand und Max Herre äußern sich

STELP-Gründer Serkan Eren im Iran verurteilt - Deutsche Promis nehmen Anteil

Die Hilfsorganisation berichtet, ein Gericht im Iran habe Eren wegen angeblicher Kontakte zu einem verfeindeten Land verurteilt. Prominente Freunde des 42-Jährigen sind bestürzt.

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Stand

Der Gründer der Stuttgarter Hilfsorganisation STELP, Serkan Eren, ist nach Angaben der Organisation im Iran zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Ein iranisches Gericht lege ihm Kontakt zu einem Land zur Last, das der Iran als feindlich einstufe, teilte STELP am Dienstag mit. Die Entscheidung des Gerichts sei schockierend. Auch Freunde des Stuttgarters melden sich auf Instagram zu Wort. Eren ist seit mehr als einem Jahr im Iran. Er war zu einem humanitären Einsatz nach Kriegsbeginn dort hingereist und dann festgenommen worden. Seither hatte Unklarheit über sein Schicksal geherrscht.

Stuttgart/Teheran

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Austausch mit türkischen Behörden

"Das Urteil und insbesondere das Strafmaß werden aus Sicht von STELP den Umständen des Falls nicht gerecht", erklärte die Organisation. Weitere Details wolle STELP derzeit zum Schutz von Eren und allen Beteiligten nicht nennen. Nach Angaben von STELP steht die Organisation in engem Austausch mit türkischen Behörden, da Eren türkischer Staatsbürger ist. Man arbeite weiterhin mit Hochdruck daran, ihn sicher nach Hause zu bringen.

Das Auswärtige Amt teilte dem SWR am Vormittag auf Nachfrage mit, der Fall sei bekannt. Da Eren türkischer Staatsbürger sei, liege die Verantwortung aber bei den türkischen Behörden.

Ähnliche Vorwürfe des Iran gegen viele Menschen aus dem Ausland

Paul Jens aus der SWR Auslandsredaktion weist darauf hin, dass der Iran die Vorwürfe gegen Eren bereits gegen viele ausländische Menschen erhoben habe. "Zudem hat das Land im vergangenen Jahr seit dem Krieg zwischen USA/Israel und Iran eine Verhaftungswelle gestartet." Im Land gibt es laut der Organisation Amnesty International weltweit die meisten Todesstrafen. "Insofern hätte es Eren noch heftiger treffen können", so Jens.

Einen "kleinen Hoffnungsschimmer" für Eren gebe es auch. Jens nannte das Beispiel einer deutsch-iranischen Aktivistin, die ebenfalls zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, aber nach vier Jahren frei kam.

Eren erhielt das Bundesverdienstkreuz

Eren war den Angaben zufolge im Juni 2025 als humanitärer Helfer in den Iran gereist. Seither befindet sich der 42-Jährige in iranischem Gewahrsam. Nach Angaben der Organisation startete Eren 2015 gemeinsam mit einem Freund auf eigene Faust einen ersten Hilfseinsatz an der mazedonischen Grenze. 2023 erhielt er von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz.

Auf Instagram haben mehr als tausend Nutzerinnen und Nutzer ihrer Bestürzung über die Nachricht von Erens Verurteilung Ausdruck verliehen. Darunter sind auch einige Prominente. Timo Hildebrand, Ex-VfB-Torhüter und guter Freund des STELP-Gründers, schrieb nur "lieb Dich Bruder" und hinterließ Herzen.

Wir denken an dich und lieben dich Bruder

"Für mich als engen Freund ist es einfach nur schlimm", sagte Hildebrand der "Stuttgarter Zeitung". Er wolle sich gar nicht ausmalen, was zehn Jahre in einem iranischen Gefängnis bedeuteten: "Das will keiner von uns erleben."

Vom Musiker und Produzenten Max Herre, ebenfalls ein Freund der Familie, kommen auch Worte an die Verwandten, allen voran Erens Ehefrau: "Unsere Gedanken sind bei dir und Gulia und eurer Familie. Nur Liebe",, schreibt er auf der Insta-Seite von Stelp. Der Rapper Kool Savas meldete sich ebenfalls zu Wort: "Wir denken an dich und lieben dich Bruder."

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SWR