Konsolidierung bei Weltmarktführer

Waiblingen: Stihl meldet weniger Umsatz für 2023

Der Motorsägen-Hersteller Stihl aus Waiblingen hat im Geschäftsjahr 2023 gut vier Prozent weniger Umsatz gemacht. Gleichwohl zeigte sich Stihl-Chef Michael Traub für 2024 optimistisch.

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Von Autor/in Lutz Heyser

Das Geschäft mit den Motorsägen ist vergangenes Jahr ins Stocken geraten. 5,3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2023, das teilte der Weltmarktführer Stihl aus Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) am Dienstag bei seiner Bilanz-Pressekonferenz in Stuttgart mit. 2022 lag der Umsatz noch bei 5,5 Milliarden Euro. Das ist ein Minus von 4,1 Prozent.

Stihl: Konsolidierung nach Boom der Corona-Zeit

Nach den besonders wachstumsstarken Jahren während der Corona-Pandemie, in denen die gesamte Garten- und Heimwerkerbranche einen regelrechten Boom erlebt hatte, befindet sich nun auch Stihl in einer Art Konsolidierungsphase: Die hohe Inflation und steigende Zinsen hätten die Kauflaune der Kunden getrübt. Hinzu seien hohe Lagerbestände im Handel gekommen, die erst hätten abverkauft werden müssen, hieß es bei Vorstellung der Bilanz-Zahlen.

Motorsägen-Hersteller setzt weiter auf Waiblingen

Gleichzeitig investiert Stihl - vor allem in neue Akkugeräte. Die sollen ab Mitte dieses Jahres auch am Stammsitz in Waiblingen produziert werden. Dort schlägt nach wie vor das Herz des Unternehmens, auch wenn Stihl mittlerweile 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland erwirtschaftet.

Neben Deutschland produziert Stihl derzeit in den USA und der Schweiz sowie in Brasilien, Österreich, China und auf den Philippinen. Auch weltweit will das Unternehmen international weiter investieren.

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