Die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH), die auch die "Stuttgarter Zeitung" und die "Stuttgarter Nachrichten" herausgibt, ist wohl Opfer von Hackern geworden. Unbefugten Dritten sei es kurzfristig gelungen, auf das Netzwerk der SWMH zuzugreifen, hieß es in einer Mitteilung der Gruppe. Darin war die Rede von einem "kritischen IT-Sicherheitsvorfall".
Offenbar Cyberangriff auf das Stuttgarter Zeitungshaus
Wie das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart mitteilte, hat das aber keine Folgen für die Produktion und die redaktionelle Berichterstattung auf den digitalen Plattformen. Alle Zeitungen wie beispielsweise auch die verlagseigene "Süddeutsche Zeitung" erscheinen wie gewohnt, so die SWMH. Um aufzuklären, wer sich Zugriff auf das Netzwerk verschafft hat und warum, ermitteln nun die Sicherheitsbehörden.
Unternehmen schaltete Internet ab
Nach SWR-Informationen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits Mitte Juli Störungen im Netzwerk festgestellt. Daraufhin habe man bemerkt, dass sich Eindringlinge Zugriff auf das Netzwerk der SWMH verschafft hatten. Um weiteren Schaden zu verhindern, hat das Unternehmen das Internet an allen Standorten abgeschaltet.
Redaktionen haben Internetprobleme
Weiter zeigen SWR-Recherchen, dass der Zugriff auf das Netzwerk der SWMH nach wie vor nicht möglich ist. Mitarbeitende müssen sich über eigene WLAN-Netzwerke oder Hotspots verbinden.
SWMH will Zeitungen verkaufen
Wie vor einigen Wochen bekannt wurde, will die SWMH Regionalzeitungen in Baden-Württemberg verkaufen. Davon betroffen sind beispielsweise die "Stuttgarter Zeitung", die "Stuttgarter Nachrichten" und die "Esslinger Zeitung". Die Neue Presse Gesellschaft aus Ulm, zu der die "Südwest Presse" gehört, will diese und weitere Tageszeitungen in Baden-Württemberg von der SWMH übernehmen.
"Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" betroffen SWMH-Mediengruppe will sich von Regionalzeitungen in Baden-Württemberg trennen
Die Südwestdeutsche Medienholding will ihre Regionalzeitungen in Baden-Württemberg verkaufen. Dazu gehören unter anderem die "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten".
Inzwischen hat das Bundeskartellamt der geplanten Aufspaltung der Südwestdeutschen Medienholding zugestimmt. Damit steht nun ein weitreichender Umbau der Medienlandschaft in Baden-Württemberg bevor. Das neue Zeitungsbündnis würde nach eigenen Angaben eine Auflage von rund 700.000 Zeitungen erreichen. Welche Auswirkungen die Übernahme für die Mitarbeitenden haben wird, steht noch nicht fest.