"Sicherheitsbedarf unterschätzt"

Hype um neue Swatch: Lange Schlange auch in Stuttgart

Eine Taschenuhr von Swatch hat weltweit für chaotische Szenen gesorgt. In Köln oder Lyon schlossen Läden aus Sicherheitsgründen. In Stuttgart standen Fans stundenlang Schlange.

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Von Autor/in Natalja Kurz

Zum Verkaufsstart einer neuen Sonderkollektion von Swatch standen am Samstag weltweit Menschen in langen Schlangen vor ausgesuchten Läden des Schweizer Uhrenherstellers. In einigen Städten wurden Filialen aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Für die "Royal Pop" arbeitet der Schweizer Hersteller mit der Luxusuhrenmarke Audemars Piguet zusammen. Die Taschenuhr mit farbigem Band aus Kalbsleder gibt es in verschiedenen Ausfertigungen, alle in der für Swatch typischen quietschbunten Plastik-Optik. Der Preis liegt bei luxuriösen 385 Euro.

Junge Männer stehen in Stuttgart Schlange, um sich ein Exemplar einer neuen Swatch-Uhr zu kaufen.
Mit Campingstühlen ausgestattet standen auch in Stuttgart hauptsächlich Männer Schlange, um eine neue Uhr von Swatch zum Verkaufsstart zu ergattern. Fotoagentur Stuttgart / Andreas Rosar

Fans campierten vor Laden in Stuttgart

Verkauft wurde die Uhr nur an ausgewählten Orten. Es galt: eine Uhr pro Person, pro Geschäft, pro Tag. In Stuttgart war der Andrang am Samstag offenbar auch deshalb ähnlich groß wie in New York, Paris, Dubai oder Birmingham. Nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung", warteten Fans dort wohl schon seit Tagen vor dem Geschäft. Laut dem Uhrenhersteller ist der Shop in Stuttgart der einzige, der diese Uhr in Baden-Württemberg verkauft.

In Düsseldorf und Köln standen am Samstag vor allem junge Männer auf 300 Metern Schlange, berichtet der Westdeutsche Rundfunk (WDR), manche "schon seit Donnerstagabend, ausgestattet mit Campingstühlen, Schlafsäcken und Verpflegung". Auf Instagram teilte Swatch deshalb mit, "unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit" würden die Läden dort geschlossen - ebenso wohl wie in London, Liverpool oder Manchester.

Stores aus Sicherheitsgründen geschlossen

Am New Yorker Times Square gab es zum Verkaufsstart "Geschubse und Gedränge in alle Richtungen", berichtete ein Käufer der Nachrichtenagentur AFP. In der italienischen Metropoloe Mailand prügelten Uhrenfans demnach gar schon am Samstagmorgen aufeinander ein. In Paris sei die wartende Menge mit Tränengas auseinander getrieben worden. Der Verkauf sei deshalb ohne Angabe eines neuen Termins gestoppt worden. "Der Sicherheitsbedarf wurde von den Organisatoren unterschätzt", schreibt AFP.

Swatch selbst schreibt mittlerweile auf der eigenen Webseite an die "Fans," die Sonderedition werde mehrere Monate verfügbar sein. "Um die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeitenden zu gewährleisten, bitten wir Sie, unsere Swatch-Boutiquen nicht in grosser Zahl aufzusuchen." Zu lange Warteschlangen könnten in einigen Ländern zu einer Aussetzung des Verkaufs führen.

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Landesschau Baden-Württemberg SWR BW

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Natalja Kurz
Portraitfoto Natalja Kurz, SWR

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