Opfer und Angeklagter kannten sich aus Psychiatrie

Getötete Psychotherapeutin in Offenburg: Früherer Patient wegen Mordes angeklagt

Rund drei Monate nach der Tötung einer Psychotherapeutin in Offenburg hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben. Der Mann soll die Frau mit Messerstichen getötet haben.

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Stand

Trauer und Entsetzen Anfang des Jahres in Offenburg: Am späten Nachmittag des 11. Februar wurde eine 37-jährige Psychotherapeutin auf offener Straße getötet. Der Tatverdächtige, ein zur Tatzeit 42-jähriger Mann, soll die Frau mit mehr als 30 Messerstichen angegriffen haben. Der Mann war ein früherer Patient der Frau. Nun hat die Staatsanwaltschaft Offenburg Anklage wegen Mordes erhoben.

Angreifer schon einmal wegen Tötungsdelikt in Haft

Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte die Frau für seine unbefriedigende Lebenssituation verantwortlich gemacht haben; er habe sich an ihr rächen wollen, heißt es. Die Staatsanwaltschaft geht von Heimtücke und niedrigen Beweggründen aus.

Nach früheren Angaben hatte die getötete Frau bis 2023 in einer Einrichtung für psychisch kranke Personen gearbeitet. Der Tatverdächtige habe Aggressionen gegen sie entwickelt. Bei Behörden galt er als psychisch auffällig. Im Juni 2024 habe es eine Gefährder- und Gefährdetenansprache gegeben. Laut den Ermittlern hatte er lange in Frankreich gelebt und dort ebenfalls wegen eines Tötungsdelikts eine lange Haftstrafe verbüßt. Seit dem Jahr 2015 wohnte er in Deutschland, wie die Behörden damals mitteilten.

Angeklagtem droht lebenslange Freiheitsstrafe

Der Tatverdächtige war am Tag nach der Tat festgenommen worden. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Dem 42-Jährigen, der die deutsche und französische Staatsangehörigkeit hat, droht eine lebenslange Freiheitsstrafe. Das Landgericht Offenburg muss entscheiden, ob und wann es zu einem Prozess kommt. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung für den Mann.

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