Über den gesamten Dienstag haben an mehreren Standorten der Deutschen Post in Südbaden insgesamt über 200 Mitarbeitende gestreikt. Für die Werke Freiburg, Offenburg, Achern und Kehl (Ortenaukreis) sowie Waldkirch (Kreis Emmendingen) hatte die Gewerkschaft ver.di Südbaden-Schwarzwald zum eintägigen Warnstreik aufgerufen.
In Freiburg und Offenburg kam ein Teil der Briefe nicht an
Ein ver.di-Sprecher sagte dem SWR, dass am Dienstag in Freiburg und Offenburg etwa nur 70 Prozent der Zustellungen angekommen seien. In Waldkirch (Kreis Emmendingen) war laut ver.di so gut wie nichts zugestellt worden. Vom Streik betroffen sind Briefpost und kleinteilige Pakete - also alles, was mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit einem kleinen E-Scooter ausgeliefert wird. "Überall wo gestreikt wurde, kann man davon ausgehen, dass es zu Verzögerungen von etwa einem Tag kommt", so Reiner Geis, Geschäftsführer von ver.di Südbaden-Schwarzwald.
Auswirkungen auch in den kommenden Tagen
In den Tarifverhandlungen der Deutschen Post fordert ver.di ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusätzliche Urlaubstage. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar angesetzt. Bei der Zustellung von Briefen und Päckchen dürfte es nach dem eintägigen Warnstreik in den kommenden Tagen noch zu Verzögerungen kommen.