Tausende bunt gekleidete Menschen, Regenbogenflaggen und Protestplakate prägten am Samstag wieder das Bild der Freiburger Innenstadt. Unter dem Motto "Fight for Unity - Kämpft für Zusammenhalt" fand der diesjährige Christopher Street Day (CSD) statt. Queere Menschen feierten gemeinsam mit allen, die sich gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung einsetzen. Auf dem Programm standen eine große Parade, Drag-Shows, Tanzeinlagen und Reden.
Freiburgerinnen und Freiburger darüber, was sie mit dem CSD verbinden :
CSD-Umzug mit etwa 16.000 Teilnehmenden
Die Polizei geht davon aus, dass etwa 16.000 Menschen an dem Umzug teilgenommen haben. Die Veranstalter hatten mit rund 7.000 Menschen gerechnet, im vergangenen Jahr waren es laut Polizei bis zu 17.000. Der CSD startete um 12:15 Uhr mit einer Kundgebung und Drag Shows auf dem Platz der Alten Synagoge. Neben Musik und Tanzeinlagen erzählten Menschen persönliche Geschichten.
Bei großer Hitze sprach auch Oberbürgermeister Martin Horn zu den Demonstrierenden. Ab 14 Uhr zog die Parade durch die Innenstadt - über die Bertoldstraße, zweimal über die Kaiser-Joseph-Straße, vorbei am Holzmarkt, Europaplatz und Rotteckring.
Queere Symbole, Veranstaltungen und Partys in ganz Freiburg
Pünktlich zum Christopher Street Day hatte die Freiburger Verkehrs AG (VAG) mehrere Haltestellen-Stelen in Regenbogenfarben gestaltet, zum Beispiel das Haltestellenschild der Linie 5 am Stadttheater, das nun in bunten Farben leuchtet.
Mit der Aktion will die VAG ihre Solidarität mit der queeren Community zeigen und sich für eine offene, vielfältige Gesellschaft stark machen. Die Regenbogen-Haltestellen sollen dauerhaft bestehen bleiben - als sichtbares Zeichen für Toleranz, Respekt und Zusammenhalt.
So war es auf dem Freiburger CSD 2024:
Regentanz in Regenbogenfarben Aus grau mach bunt: Tausende trotz Regen beim CSD in Freiburg
Ein Regenbogen-Meer, wummernde Beats und glitzernde Haut zwischen dichten Wolken und Regen: Das war die Parade des Christopher Street Day 2024 in Freiburg.
CSD in Freiburg will für Zusammenhalt kämpfen
Der CSD wird in Freiburg seit 1989 gefeiert. In diesem Jahr wollten die Veranstalterinnen und Veranstalter einen besonderen Schwerpunkt auf den Zusammenhalt verschiedener diskriminierter Gruppen legen. Ob trans, agender, nicht-binär, schwul, lesbisch, bi- oder intersexuell - das gemeinsame Motto lautete: "Wir lassen uns nicht spalten", wie es in einem Instagram-Post hieß.
Warum die Organisatorinnen und Organisatoren sich für den CSD engagieren:
Zugleich äußerte sich das CSD-Team politisch: Es unterstützte die Kritik an Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), die sich mit Verweis auf die Neutralitätspflicht gegen das Hissen einer Regenbogenflagge am Bundestag ausgesprochen hatte. Einem queeren Verband aus Beamten der Bundestagsverwaltung hatte sie zudem die Teilnahme am Berliner CSD Ende Juli untersagt.