In zwei groß angelegten Durchsuchungsaktionen hat die Polizei in Offenburg und Freiburg insgesamt rund 30 Kilogramm Rauschgift beschlagnahmt. Seit Anfang des Jahres hatten die Beamten der Kriminalpolizei Offenburg gegen eine Gruppe mutmaßlicher Drogenhändler aus dem Ortenaukreis ermittelt. Das teilte die Polizei am Mittwoch mit.
Bereits Mitte August wurden sieben Wohnungen in Appenweier und Lahr (Ortenaukreis) durchsucht. Dabei stießen die Ermittler auf 16 Kilogramm Amphetamin, acht Kilogramm Streckmittel, über 50 Ecstasy-Tabletten, Waffen und verschiedene Utensilien, die auf den Handel mit Betäubungsmitteln hinwiesen. Vier Personen im Alter von 38 bis 45 Jahren - drei Männer und eine Frau - wurden vorläufig festgenommen. Zwei Verdächtige sind seitdem mit Auflagen wieder entlassen worden, die anderen zwei sitzen weiter in Untersuchungshaft.
Neue Spur führte nach Freiburg und in die Schweiz
Die Ermittlungen ergaben auch Hinweise auf eine zweite Gruppe, ebenfalls aus dem organisierten Drogenhandel. Diese soll nicht nur im Raum Freiburg, sondern auch in die Schweiz Betäubungsmittel verkauft haben.
Bei den nachfolgenden Wohnungsdurchsuchungen im Raum Freiburg machten die Beamten nach eigenen Angaben dann einen der größten Drogenfunde, den die Kriminalpolizei Offenburg je gemacht hat. Sie stießen auf 13 Kilogramm Kokain, ein Kilo Marihuana und 45.000 Euro Bargeld. Allein das Kokain hat laut Polizei einen Schwarzmarktwert von etwa 1,5 Millionen Euro. Ein 72-jähriger und ein 30-jähriger Mann wurden festgenommen und befinden sich ebenfalls in Untersuchungshaft.