Das Grundwasservorkommen am Oberrhein ist eines der größten in Europa. Doch der Grundwasserspiegel sinkt. Zum einen durch die Häufung sommerlicher Dürrephasen, wie Hydrologen beobachten. Doch die Fachleute sehen auch eindeutige Zusammenhänge mit der Bewässerung der Maisfelder. Neue Gesetze sollen die Grundwasserentnahme um 30 Prozent reduzieren. Das sorgt für viel Ärger bei Landwirten.
Wieso schlagen sie immer auf uns Landwirte ein und nicht auf die Industrie? Die braucht viel mehr Wasser als wir. Und keiner sagt was.
Mögliche Lösungen für das Problem
Pestizide sowie andere Chemikalien und Rückstände aus der Pharmazie haben die Qualität des elsässischen Grundwassers verschlechtert. Zur Behebung der Probleme empfehlen Fachleute im Elsass die Schaffung vieler neuer Feuchtgebiete. Auch der Umbau von Flüssen und Bächen ist ein Rezept, um die Fließgeschwindigkeit von Gewässern zu steuern, erzählt Victor Haumesser vom Observatorium für den Grundwasserspiegel im Elsass Aprona.
Doch auch solche Umbauten werden das Grundwasserproblem nicht lösen. Das Elsass muss seinen Wasserkonsum deutlich reduzieren und auf regenreiche Winter hoffen. Das ist das sicherste Mittel, damit sich der Spiegel des größten Grundwasserreservoirs in Europa wieder auffüllt.