Die Polizei Freiburg hat nach einem Zeugenhinweis sieben abgemagerte Hundewelpen aus zwei Transportern gerettet. Der Zeuge hatte die kleinen Hunde in den Fahrzeugen vor gut einer Woche auf einem Autobahnparkplatz zwischen den Anschlussstellen Freiburg-Mitte und Freiburg-Süd bemerkt. Er verständigte daraufhin die Polizei. Streifen der Verkehrspolizei und der Diensthundestaffel stoppten die Transporter kurz darauf auf der Autobahn.
Welpen ohne Wasser, Futter und Impfungen
Sechs der Welpen waren in viel zu kleinen, stark verschmutzten Transportboxen eingepfercht - ohne Wasser oder Futter. Ein weiterer Welpe steckte in einer kleinen Tasche, in der er sich nicht bewegen konnte. So hat die Polizei es am Montag in einer Mitteilung geschrieben. Keiner der Hunde war gechipt oder gegen Tollwut geimpft, heißt es weiter.
Ermittler vermuten illegalen Welpenhandel
Die Polizei spricht von einem "Glücksfall", denn die Händler seien auf allen europäischen Autobahnen unterwegs und würden nur selten geschnappt. Nach bisherigen Ermittlungen sollten die Welpen von Moldau nach Frankreich gebracht werden.
Die Polizei geht davon aus, dass es sich um einen illegalen Welpenhandel handelt. Die vorgeschriebene Quarantänezeit von vier Monaten, die für Tiere aus Drittstaaten gilt, wurde nicht eingehalten, heiß es. Auch amtstierärztliche Gesundheitszeugnisse lagen nicht vor.
Welpen stehen unter Quarantäne
Das Veterinäramt stellte die Hunde sicher. Sie wurden laut Polizei in ein Tierheim gebracht und dort unter amtliche Quarantäne gestellt. Gegen die mutmaßlichen Händler laufen Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das Tierschutz- und Tiergesundheitsrecht.
Die Welpen seien bei der Ankunft im Tierheim nicht nur abgemagert gewesen, sondern hätten auch Durchfall gehabt, so das Veterinäramt Breisgau-Hochschwarzwald am Dienstag. Doch ihr Zustand habe sich mittlerweile verbessert.
Die Hunde bleiben noch mehrere Wochen in Tollwutquarantäne. Danach sollen sie laut dem Veterinäramt vermittelt werden.