In Straßburg ist am 26. November der Weihnachtsmarkt eröffnet worden - wie gewohnt mit viel Polizei, autofreier Innenstadt und stichprobenartigen Zugangskontrollen. Seit dem vergangenen Jahr spielen beim Sicherheitskonzept neben der Terrorabwehr auch die Risiken durch überfüllte Plätze und Gassen eine größere Rolle. Denn 2023 war es zu teils kritischen Situationen gekommen.
Bei Überfüllung werden Zugänge geschlossen
An den Wochenenden wird für bestimmte Gassen auf dem Weihnachtsmarkt eine Laufrichtung vorgegeben. Auf der Place Kléber gibt es dann keine Verzehrbereiche mehr. Das heißt, in Grüppchen rumstehen und Glühwein trinken, geht dort bei Hochbetrieb nicht. Wenn es trotzdem eng wird, können die Sicherheitskräfte einzelne Fußgängerbrücken zur Innenstadt schließen. Bei zu viel Andrang wird außerdem die Tram an der Innenstadt-Haltestelle "Homme de Fer" nicht mehr anhalten. An den übrigen Stationen im Bereich des Weihnachtsmarktes hält sie ohnehin nicht.
Insgesamt möchten Stadt und Präfektur die Beschilderungen für Besucherinnen und Besucher noch einmal verbessern - unter anderem an der Kathedrale. Dort war es 2023 zu so großem Gedränge gekommen, dass Rettungskräfte nicht mehr durchkamen. Zu den Konsequenzen, die gezogen wurden, gehört auch, dass das Münster nur noch über einen Eingang an der Süd-Fassade zugänglich sein wird. Dort blockiert die Schlange der wartenden Besucherinnen und Besucher den Durchgangsverkehr weniger stark.
Menschen sollen per Tram in die Stadt kommen
Beim Straßburger Weihnachtsmarkt im Zentrum werden auch in diesem Jahr wieder rund 300 Buden stehen. In anderen Stadtteilen soll es temporäre Weihnachtsmärkte von zwei bis drei Tagen geben, die für Einheimische attraktiv sein sollen. Die Stadt möchte damit die Akzeptanz bei den Einwohnerinnen und Einwohnern Straßburgs erhöhen. Denn sie sind durch die Sicherheitsmaßnahmen und die vielen Menschen im Zentrum über mehrere Wochen stark eingeschränkt.
Die Stadt Straßburg wünscht sich außerdem, dass möglichst viele Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder ihr Auto zumindest am Rand des Zentrums stehen lassen. Es gibt 15.000 Park-and-Ride-Plätze, die ans Tramnetz angebunden sind. Vergangenes Jahr kamen 3,4 Millionen Besucher zum Weihnachtsmarkt nach Straßburg - so viele wie noch nie.