Rund 100 Verletzte bei "RiderMan"

Nach Massensturz bei Radrennen in Bad Dürrheim: Staatsanwaltschaft ermittelt

Nach dem Massensturz mit etwa 100 Verletzten beim Radrennen "RiderMan" bei Bad Dürrheim ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Es geht um die Frage, wie genau es zu den Stürzen kam.

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Von Autor/in Hardy Faißt, Jan Lehmann

Der Massensturz bei dem Radrennen "RiderMan" am Sonntag bei Bad Dürrheim (Schwarzwald-Baar-Kreis) beschäftigt nun auch die Staatsanwaltschaft Konstanz: Man wolle herausfinden, wie es zu den Stürzen von Teilnehmern gekommen sei, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Erst nach diesen Ermittlungen werde geprüft, ob ein Vorwurf der Körperverletzung erhoben werden könne oder nicht.

Bei dem Radrennen nahe Bad Dürrheim war es zu einer Massenkarambolage unter den Fahrern gekommen. Rund 100 Sportler wurden dabei verletzt, einige von ihnen schwerer.

Erste Radsportler konnten Krankenhaus bereits wieder verlassen

Nach einer aktualisierten Bilanz der Polizei wurden bei dem Rennen 38 Teilnehmer schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Wie ein Sprecher auf Anfrage berichtete, gab es zudem 60 bis 70 Menschen, die leicht verletzt wurden. Nach SWR-Informationen konnten einige der gestürzten Sportler schon am Sonntag das Krankenhaus wieder verlassen.

Bad Dürrheim

Großeinsatz der Rettungskräfte Etwa 100 verletzte Sportler nach Massensturz bei RiderMan-Radrennen in Bad Dürrheim

Beim Straßenradrennen RiderMan in Bad Dürrheim ist es am Sonntagvormittag zu Massenstürzen gekommen. Rund 100 Fahrer wurden verletzt. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen.

SWR Aktuell Baden-Württemberg mit Sport SWR BW

Zwischen Bad Dürrheim und Biesingen war es nach früheren Polizeiangaben in einer engen Linkskurve zu einem ersten Massensturz gekommen, weil sich dort zu viele Fahrer zur gleichen Zeit auf der schmalen Fahrbahn drängten. Dies habe unkontrollierte Stürze ausgelöst.

Gerüchte gehen herum, dass ein Reifen von einem Teilnehmer geplatzt ist.

Zwei Massenstürze kurz nacheinander

Danach kam es laut Polizei unweit der Unfallstelle erneut zu einem Stau unter den Fahrern - und wieder zu Stürzen. Der dreitägige "RiderMan" zählt zu den bekanntesten Jedermann-Radrennen im Süden Deutschlands und lockt jedes Jahr Hunderte Teilnehmer an.

"RiderMan"-Veranstalter Rik Sauser
Einen geplatzten Reifen oder einen Fahrfehler vermutet "RiderMan"-Veranstalter Rik Sauser als Ursache für den Massensturz.

Rik Sauser, Organisator des "RiderMan", sagte dem SWR, die Karambolagen hätten sich "auf einem der unspektakulärsten Streckenabschnitte" ereignet. Auf der leicht abschüssigen Straße habe es "richtig gerollt" und so seien die Fahrer in einem großen Pulk mit hohem Tempo unterwegs gewesen. Was den ersten Massensturz auslöste, werde man möglicherweise nie erfahren, so Sauser. Gerüchteweise sei ein Reifen geplatzt, aber auch ein Fahrfehler könne die Ursache gewesen sein.

Sturz-Beteiligte galten als erfahrene Rennfahrer

Sauser erklärte, die beteiligten Fahrer seien nicht unerfahren gewesen. Nicht ohne Grund hätten sie zu den vorderen Startblöcken gezählt: "Man kann davon ausgehen, dass da vorne wirklich Leute drin sind, die auch fit sind und die das können." Massenstürze ließen sich im Radsport aber nicht vermeiden und kämen auch bei der Tour de France vor. "Es ist 'part of the game' - so hart es sich auch anhört", sagte Sauser. Jeder einzelne Verletzte sei zuviel, aber er sei froh, dass es keine schwereren Verletzungen gegeben habe.

Rennräder im Straßengraben nach Massensturz in Bad Dürrheim
War ein geplatzter Reifen Schuld an der Massencarambolage beim "RiderMan" in Bad Dürrheim?
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Hardy Faißt
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Jan Lehmann
SWR Redakteur Jan Lehmann

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