Nach dem Fund eines toten Babys in Maulburg (Kreis Lörrach) hat die Kriminalpolizei 34 neue Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Die Zeugen meldeten sich bei der Polizei, nachdem am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" über den Fall berichtet worden war.
Laut Polizeisprecher beziehen sich die meisten Hinweise auf die Herkunft des Müllsacks, in dem der tote Säugling aufgefunden wurde. Angaben dazu, inwieweit die Hinweise für die Ermittlungen hilfreich sein könnten, machte die Polizei keine. Gesucht wird nach der Mutter des Neugeborenen.
Zeugenaufruf der Kriminalpolizei
Sarah Klotz von der Kriminalpolizei Lörrach hatte im Rahmen der Sendung um Hinweise gebeten, die Anwohnerinnen und Anwohner in der Nähe des Fundorts verdächtig vorkamen. Sie suchte insbesondere nach Zeugen, die bei einer Frau aus der Umgebung auffällige Veränderungen bemerkt haben.
Solche Veränderungen könnten beispielsweise eine schnelle Gewichtszunahme oder -abnahme, eine Änderung des Kleidungsstils oder das Meiden von Sport, Freizeitaktivitäten oder soziale Kontakte sein, erklärte Klotz. Sie betonte, dass der Mutter ohne medizinische Nachsorge schwere gesundheitliche Folgen, schwere physische und psychische Folgen drohen könnten.
Das tote Baby wurde am 10. Oktober in einem blauen Plastikmüllsack in der Nähe eines Waldspielplatzes in Maulburg gefunden - zusammen mit der Plazenta und der durchtrennten Nabelschnur. Der kleine Junge war in eine leicht transparente Schaumfolie eingewickelt, die bogenförmige Aussparungen aufwies.