100 Tötungen bei Straßburg

Erste Fälle bestätigt: Vogelgrippe im Ortenaukreis und im Elsass

In Südbaden gibt es in diesem Jahr den ersten Fall von Vogelgrippe. Im Ortenaukreis wurde ein toter Schwan gefunden, der mit dem Virus infiziert war. Weitaus mehr Fälle gibt es im Elsass.

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Von Autor/in Jorina Stuber

Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus - und ist mittlerweile auch in Südbaden angekommen. Am Donnerstag wurde bei einem toten Schwan am Rhein bei Neuried (Ortenaukreis) die Vogelgrippe nachgewiesen. Außerdem sind drei Gemeinden im Ortenaukreis ab jetzt in einer Überwachungszone. Grund: In einem Geflügelbetrieb bei Straßburg ist die Vogelgrippe ausgebrochen. Wie das Ortenauer Landratsamt berichtet, sind die Stadt Kehl und die Gemeinden Willstätt und Neuried betroffen. Hier gelten ab sofort besondere Hygiene-Regeln. Das Landratsamt hat eine Allgemeinverfügung erlassen.

Deutlich mehr Vogelgrippe-Fälle als in Südbaden gibt es im Elsass. In Illkirch-Graffenstaden bei Straßburg und in Bollwiller nördlich von Mulhouse verendeten ein Pfau und eine Wildente, bei denen die Infektion bestätigt wurde. Infolgedessen wurden 100 Tiere getötet.

100 Tiere in einem Tierpark bei Straßburg getötet

Um die Ausbreitung des Virus zu verhindern, ordneten die Behörden die Tötung von rund 100 Vögeln im "Parc animalier Friedel" in Illkirch-Graffenstaden an. Betroffen waren Hühner, Enten, Gänse, Pfauen und weitere Arten.

Auch Wildvögel, die sich in der Nähe des Parks aufgehalten haben, wurden laut Behörden eingefangen und getötet. Der Park bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen. Vögel dürfen vor einer Frist von sechs Monaten nicht mehr angeschafft werden.

Stallpflicht und Sicherheitszonen zur Eindämmung der Vogelgrippe

Der Tierpark in Illkirch-Graffenstaden unterlag bereits einer Stallpflicht. Diese wurde in Form von Netzen umgesetzt, um die Tiere vor dem Virus zu schützen. Die Netze konnten jedoch nicht verhindern, dass sich Wildvögel, wie Enten oder Krähen, darauf niederließen. Deren Kot konnte die Infektion in die Gehege bringen.

Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, sollen nun Sicherheitszonen um den Park eingerichtet werden. Dadurch soll vermieden werden, dass kontaminierter Kot verschleppt wird.

Zoo Mulhouse startet Impfkampagne gegen Vogelgrippe

Während der "Parc animalier Friedel" drastische Maßnahmen ergreifen musste, reagiert der Zoologische Park Mulhouse vorbeugend. Dort wurden rund 300 Vögel gegen die Vogelgrippe geimpft. Die Impfung soll die Zootiere vor einer möglichen Infektion schützen, sollten sie zum Beispiel mit Wildvögeln in Kontakt kommen.

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