Am Dienstagnachmittag ist ein Lastwagen in Hechingen beim Ausladen von 23 Tonnen Steinen verunglückt. Die Mulde, also der offene Anhänger mit der Ladung, war umgekippt. Laut Feuerwehr bestand die Gefahr, dass der Hydraulikzylinder bricht und literweise Öl austritt. "Dann hätte es Öl geregnet", erzählt der Zugführer der Feuerwehr Hechingen, Martin Kreller, im SWR-Interview.
Mehrere Gebäude in Hechingen kurzzeitig ohne Strom
Ein weiteres Problem war die Stromleitung in unmittelbarer Nähe der umgekippten Mulde. Die Stadtwerke mussten kurzzeitig den Strom abstellen, betroffen waren rund acht Gebäude. Etwa 17 Feuerwehrleute und drei Bergungsspezialisten konnten mit Hilfe eines Krans und eines Baggers den Lastwagen schließlich sichern. "Da war ich froh", sagte Kreller. Wenn etwas gebrochen wäre, wären Metallteile umhergeflogen. Rund vier Stunden dauerte es, bis die Straße in dem Wohngebiet wieder frei und die Häuser wieder am Stromnetz waren.
Riskante Lkw-Bergung: Gefahren nach und nach beseitigt
Bei diesem komplizierten Einsatz habe es mehrere Gefahren gleichzeitig gegeben, so Kreller. "Die mussten wir in geeigneter Reihenfolge abarbeiten." Der Bagger habe dann schließlich einen Stein nach dem anderen aus der gesicherten Mulde herausgeholt. Für die Feuerwehr sei der Einsatz zwar ungewöhlich gewesen, man sei laut Kreller aber auch auf solche Fälle eingestellt.