Elektra Tailfingen stellt Messgeräte, Steckverbindungen, und Stromverteilerkästen - unter anderem für Campingplätze - her. Das Traditionsunternehmen beschäftigt im Moment 125 Menschen, so die Anwaltskanzlei Hirt + Teufel in einer Pressemitteilung. Demnach seien die Löhne und Gehälter bis Ende April 2026 über das Insolvenzgeld abgesichert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in einer Versammlung über die aktuelle Situation informiert. Vom Unternehmen ist zu hören, dass die Belegschaft von der Insolvenz überrascht worden sei.
Gründe für Insolvenz: Wenig Nachfrage und Cyber-Angriff
Als Grund für die Insolvenz wird die aktuelle konjunkturelle Situation genannt. Dazu die stark rückläufige Bauwirtschaft. Das hat zu einem starken Nachfragerückgang geführt. Unter anderem bei Stromverteilern für Baustellen. Zu diesen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kam 2025 noch ein Cyber-Angriff auf Elektra Tailfingen. Das habe zu zusätzlichen Belastungen geführt, so die Anwaltskanzlei. Darüber hinaus gab es nicht vorhersehbare Kostensteigerungen bei Edelmetallen. Die sind erforderlich für die Herstellung vieler Produkte. Elektra Tailfingen ist weltweit tätig und hat laut homepage Vertretungen in Amerika, Afrika, Asien und Ozeanien.
Weiteres Traditionsunternehmen in Albstadt insolvent
Elektra Tailfingen ist ein Traditionsunternehmen in Albstadt. Es wurde vor mehr als hundert Jahren 1922 gegründet. Die Geschäftsführung von Elektra Tailfingen bleibt aber vorerst im Amt. Erst im Dezember 2025 hat der Strickmaschinenhersteller Mayer & Cie zunächst den Betrieb eingestellt. Im Februar 2026 wurde bekannt, dass Mayer & Cie von einem chinesischen Investor übernommen wird.