In Reutlingen haben Polizei, Zoll und Stadt am Mittwoch eine groß angelegte Kontrolle von Gaststätten durchgeführt. Die Einsatzkräfte haben einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Reutlingen zufolge insgesamt 14 Betriebe unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: zahlreiche Verstöße gegen das Jugend-, Gaststätten- und Glücksspielgesetz sowie gegen Brandschutzbestimmungen.
Illegale Räume und Gesundheitsgefahr wegen Kohlenmonoxid
In einer Gaststätte sind die Beamten auf einen illegalen Kellerraum gestoßen. Der Raum war laut Polizei mit einem Spieltisch, Karten und einem Klingeldraht zur Küche ausgestattet. In einer Shisha-Bar seien zudem CO-Melder absichtlich außer Betrieb gesetzt worden. Die Geräte messen die Kohlenmonoxid-Konzentration im Raum und sollen dafür sorgen, dass ein zulässiger Grenzwert eingehalten wird.
Dieser war laut Polizei um mehr als das Anderthalbfache überschritten, "sodass sich die Gäste dort in einer erheblich gesundheitsschädlichen Atemluft aufhielten", heißt es in der Mitteilung. Eine weitere Shisha-Bar haben die Behörden vorläufig geschlossen, weil dort überhaupt keine CO-Melder installiert waren.
Tabakbeschlagnahmung und Steuerhinterziehung
Die Finanzermittler des Hauptzollamtes Ulm haben bei den Kontrollen rund 50 Tabakdosen beschlagenahmt und mehrere Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.